Abo
  • Services:

Studie: Actionspiele könnten Anfälligkeit für Alzheimer steigern

Spieler mit viel Erfahrung in räumlicher Navigation - etwa in Call of Duty oder Battlefield - sind einer neuen Studie zufolge im Alter womöglich anfälliger für Alzheimer und ähnliche Krankheiten.

Artikel veröffentlicht am ,
Call of Duty: Advanced Warfare
Call of Duty: Advanced Warfare (Bild: Activision)

Wer über viel Erfahrung mit Action-Spielen verfügt, nutzt einer neuen Studie zufolge zur Navigation im 3D-Raum eine andere Gehirnregion als Wenigspieler - und das führt im Alter möglicherweise zu Problemen, insbesondere, was die Krankheit Alzheimer betrifft. Das gilt also etwa für Spiele wie Call of Duty, Assassin's Creed oder Battlefield.

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Services GmbH, Hannover
  2. Bosch Gruppe, Salzgitter

Für die Navigation ist eigentlich vor allem der Hippocampus zuständig. Allerdings verwenden laut einer Vergleichsstudie von Forschern der Universität Montreal erfahrene Gamer zur Navigation in rund 81 Prozent der Fälle ein Areal namens Nucleus Caudatus. Wenigspieler machen dies nur in rund 42 Prozent der Fälle.

Das haben die Wissenschaftler laut der im angesehenen britischen Wissenschaftsmagazin Proceedings of the Royal Society B veröffentlichten Studie herausgefunden, indem sie die Gehirnströme und Augenbewegungen von 26 Vielspielern und 33 Nichtspielern erfasst haben. Beide Gruppen mussten am Rechner in einem 3D-Labyrinth mit Bäumen und Bergen nach Gegenständen suchen.

Eigentlich erledigte der Nucleus Caudatus der Spieler den Job sogar besser, so die Wissenschaftler. Die Region ist von der Evolution ja auch unter anderem für die Kontrolle willkürlicher Bewegungen vorgesehen. "Allerdings wissen wir aus früheren Studien, dass es bei Menschen, die auf Nucleus-Caudatus-basierte Strategien zurückgreifen, weniger Gehirnmasse und -aktivität im Hippocampus gibt", zitiert unter anderem Medicalxpress.com den Leiter der Studie Dr. Gregory West.

West spricht sogar davon, dass die "Integrität des Hippocampus" verringert werde. Das könne zu neurologischen Störungen wie Alzheimer, aber auch zu Depressionen und Demenz führen. Allerdings sei weitere Forschung nötig, um die Ergebnisse zu verifizieren. Trotzdem machen sich die Wissenschaftler schon jetzt Sorgen, weil nach ihren Angaben ein typischer Jugendlicher bis zum Alter von 21 Jahren bereits 10.000 Stunden mit Games verbracht habe.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,25€
  2. (Prime Video)
  3. ab je 2,49€ kaufen

nykiel.marek 22. Mai 2015

Die Wahl der Stichprobe ist entscheidend und keinesfalls zufällig. Die größte Stichprobe...

Bassa 21. Mai 2015

Und wie kommst Du darauf, dass sechsstellige Teilnehmerzahlen repräsentativ sind? Es...

Clown 21. Mai 2015

Viel tragischer ist doch, wenn daraufhin Gesetze erlassen werden. Siehe...

Bleistiftspitze 21. Mai 2015

@wasdeeh und shani Ja, da hab ich mich zu weit aus dem Fenster gelehnt. Der...

DerVorhangZuUnd... 21. Mai 2015

Das wird nicht gesagt. Es wird gesagt, dass ein bestimmtes "Reserve"-Areal das bei...


Folgen Sie uns
       


Subdomain Takeover - Interview mit Moritz Tremmel

Golem.de Redakteur Moritz Tremmel erklärt im Interview die Gefahren der Übernahme von Subdomains.

Subdomain Takeover - Interview mit Moritz Tremmel Video aufrufen
Gesetzesvorschlag: Regierung fordert Duldung privater Ladesäulen
Gesetzesvorschlag
Regierung fordert Duldung privater Ladesäulen

Die Bundesregierung hat ihren Entwurf zur Förderung privater Ladestationen für Elektroautos vorgelegt. Sowohl Mieter als auch Eigentümer erhalten damit einen gesetzlichen Anspruch. Aber es kann sehr teuer werden.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Sono Motors Elektroauto Sion für 16.000 Euro schon 7.000 Mal reserviert
  2. Elektromobilität iEV X ist ein Ausziehelektroauto
  3. Elektroautos Bundesrechnungshof hält Kaufprämie für unwirksam

Threadripper 2990WX und 2950X im Test: Viel hilft nicht immer viel
Threadripper 2990WX und 2950X im Test
Viel hilft nicht immer viel

Für Workstations: AMDs Threadripper 2990WX mit 32 Kernen schlägt Intels ähnlich teure 18-Core-CPU klar und der günstigere Threadripper 2950X hält noch mit. Für das Ryzen-Topmodell muss aber die Software angepasst sein und sie darf nicht zu viel Datentransferrate benötigen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Threadripper 2990X AMDs 32-Kerner soll mit 4,2 GHz laufen
  2. AMD Threadripper v2 mit 32 Kernen erscheint im Sommer 2018
  3. Raven Ridge AMDs Athlon kehrt zurück

HDR-Capture im Test: High-End-Streaming von der Couch aus
HDR-Capture im Test
High-End-Streaming von der Couch aus

Was bringen all die schönen neuen Farben auf dem 4K-HDR-TV, wenn man sie nicht speichern kann oder während des Livestreams nicht mehr selber sieht? Avermedia bietet mit den Capture-Karten Live Gamer 4K und Live Gamer Ultra erstmals bezahlbare Lösungen an. PC-Spieler sehen mit ihnen sogar bis zu 240 Bilder pro Sekunde.
Von Michael Wieczorek

  1. DisplayHDR Vesa veröffentlicht erstes Testwerkzeug für HDR-Standard
  2. HDMI 2.0 und Displayport HDR bleibt Handarbeit
  3. Intel Linux bekommt experimentelle HDR-Unterstützung

    •  /