Abo
  • Services:
Anzeige
Studie: Bringt das Internet Musikern mehr Geld?
(Bild: Andrew H. Walker/Getty Images)

Studie: Bringt das Internet Musikern mehr Geld?

Studie: Bringt das Internet Musikern mehr Geld?
(Bild: Andrew H. Walker/Getty Images)

"Das Internet ist nicht der Untergang der Kreativen", will Christian Hufgard, Vorsitzender des Vereins Musikpiraten, in einer Studie herausgefunden haben - aber die hat methodische Schwächen.

In einer Untersuchung kommt Christian Hufgard, Urheberrechtsexperte der Piratenpartei und Vorsitzender des Vereins Musikpiraten, zu dem Schluss, dass Musiker im Jahr 2011 inflationsbereinigt 5,6 Prozent höhere Einnahmen hatten als 1995. Grundlage seiner Analyse sind die Daten der Künstlersozialkasse (KSK). Mitglieder der KSK melden einmal im Jahr ihr voraussichtliches Einkommen für das Folgejahr und bezahlen auf dieser Basis einen Anteil an den Sozialabgaben, also beispielsweise Beiträge zur Kranken- und Rentenkasse.

Anzeige

Das Gesamteinkommen aller von Künstlern gemeldeten Einkommen ist seit 1995 auf das Dreifache gestiegen, von 770 Millionen Euro auf 2.323 Millionen Euro 2011. Im selben Zeitraum hat sich die Anzahl der KSK-Mitglieder um den Faktor 2,3 vergrößert, so dass das Einkommen pro Kopf je nach Sparte (Musik, Wort, bildende Kunst, darstellende Kunst) zwischen 25 und 35 Prozent gestiegen ist. So meldeten Musiker 1995 ein Jahreseinkommen von 8.781 Euro, 2011 waren es 11.781 Euro. Inflationsbereinigt ist der Anstieg wesentlich geringer, beträgt aber immerhin noch 5,6 Prozent in der Sparte Musik.

Geht es Musikern finanziell tatsächlich besser?

Allerdings unterschlägt die Rechnung, dass es in einigen Jahren zwischen 1995 und 2006 auch zu teils großen Einkommensverlusten kam. Der Einkommenszuwachs ist also kein Trend. Im Gegenteil: Legt man ein Szenario zugrunde, bei dem die Musiker seit 1995 jedes Jahr real, also inflationsbereinigt, ein gleichbleibendes Einkommen erwirtschaftet hätten, wären in den 17 Jahren 167.776 Euro pro Kopf zusammengekommen. Tatsächlich waren es 166.924 Euro - also ein "Verlust" von 852 Euro.

Hufgards Schlussfolgerungen stehen schon deshalb auf wackeligen Füßen, weil sie von einem Einkommenswachstum sprechen. Doch selbst wenn man sich dieser Interpretation anschließt, bleiben viele Fragen offen. Hufgard sieht das Internet nicht unmittelbar als Ursache für das von ihm errechnete Wachstum.

Internet schafft neue Vermarktungsmöglichkeiten 

eye home zur Startseite
benji83 21. Mär 2012

Ist das nicht das Thema welchem sich die Studie widmet? Die Musiker gewinnen im Schnitt...

plattenboss 21. Mär 2012

Eine selten dämliche Untersuchung. Wenn ich als Urheberrechtsexperte so etwas...

samy 20. Mär 2012

Interessant hat aber überhaupt nichts mit der Studie der Piraten zu tun... Oder ich kenne...

Freepascal 20. Mär 2012

Was hier völlig fehlt, ist die investierte Zeit, daher ist die Angabe recht bedeutungslos.

Freepascal 20. Mär 2012

Folgendes Beispiel aus meinem weiteren Bekanntenkreis: Der Mann hat vor ein paar Jahren...


New Urban Music Blog / 25. Mär 2012

Was Musiker verdienen - und wie



Anzeige

Stellenmarkt
  1. BST eltromat International GmbH, Leopoldshöhe
  2. Volkswagen AG, Wolfsburg
  3. Haufe Group, Freiburg im Breisgau
  4. Daimler AG, Stuttgart


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. Einzelne Folge für 2,99€ oder ganze Staffel für 19,99€ kaufen (Amazon Video)
  2. (u. a. Mad Max, Legend of Tarzan, Conjuring 2, San Andreas, Creed)
  3. 9,99€

Folgen Sie uns
       


  1. ANS-Coding

    Google will Patent auf freies Kodierverfahren

  2. Apple

    Aufregung um iPhone-Passcode-Entsperrbox

  3. Coffee Lake

    Intels 6C-Prozessoren erfordern neue Boards

  4. Square Enix

    Nvidia möbelt Final Fantasy 15 für Windows-PC auf

  5. Spionage

    FBI legt US-Unternehmen Kaspersky-Verzicht nahe

  6. Gebärdensprache

    Lautlos in der IT-Welt

  7. Denverton

    Intels Atom C3000 haben 16 Kerne bei 32 Watt

  8. JR Maglev

    Mitsubishi steigt aus Magnetbahn-Projekt aus

  9. Forschung

    HPE-Supercomputer sollen Missionen zum Mars unterstützen

  10. IEEE 802.11ax

    Broadcom bietet Chip-Plattform für das nächste 5-GHz-WLAN



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
LG 34UC89G im Test: Wenn G-Sync und 166 Hertz nicht genug sind
LG 34UC89G im Test
Wenn G-Sync und 166 Hertz nicht genug sind
  1. LG 43UD79-B LG bringt Monitor mit 42,5-Zoll-Panel für vier Signalquellen
  2. Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test 240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
  3. SW271 Benq bringt HDR-Display mit 10-Bit-Panel

C64-Umbau mit dem Raspberry Pi: Die Wiedergeburt der Heimcomputer-Legende
C64-Umbau mit dem Raspberry Pi
Die Wiedergeburt der Heimcomputer-Legende

Ikea Trådfri im Test: Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
Ikea Trådfri im Test
Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
  1. Smarte Lampen Ikeas Trådfri wird kompatibel mit Echo, Home und Homekit
  2. Die Woche im Video Kündigungen, Kernaussagen und KI-Fahrer
  3. Augmented Reality Ikea will mit iOS 11 Wohnungen virtuell einrichten

  1. Re: Was passiert wenn der nachträglich patentiert?

    mambokurt | 16:00

  2. Re: Die Mühe, selbst ein Lied ohne Ton...

    plutoniumsulfat | 16:00

  3. Re: Wieso immer Luxus-/Sportwagen?

    straylight23 | 15:59

  4. Niemand man einen umgeräumten Supermarkt...

    motzerator | 15:59

  5. Re: naming der sockel

    Keepo | 15:59


  1. 15:33

  2. 15:07

  3. 14:52

  4. 14:37

  5. 12:29

  6. 12:01

  7. 11:59

  8. 11:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel