Abo
  • Services:
Anzeige
Studie: Bringt das Internet Musikern mehr Geld?
(Bild: Andrew H. Walker/Getty Images)

Internet schafft neue Vermarktungsmöglichkeiten

Zugleich schreibt er, dass die höheren Einkommen entstünden, weil "das Internet eine Möglichkeit für Kreative ist, ihre Werke direkt ohne Zwischenhändler anzubieten". Das konnten Künstler allerdings schon spätestens seit 2003 tun, als das Netzwerk Myspace online ging, oder 2005 mit dem Start der Videoplattform Youtube. Ohnehin ist es unzulässig, aus einer Korrelation von Faktoren darauf zu schließen, dass der eine die Ursache für den anderen sei - in diesem Fall also die neuen Vermarktungsmöglichkeiten der Grund für das (vermeintlich) gestiegene Einkommen.

Anzeige

Die KSK kann sich die Ursache für den Anstieg der gemeldeten Einkommen seit dem Jahr 2007 nach eigener Aussage nicht erklären. Allerdings ist die Kasse seit 2007 gesetzlich dazu verpflichtet, rund fünf Prozent der Versicherten stichprobenartig daraufhin zu kontrollieren, ob sie ihre Einkommen nicht zu gering angeben, etwa um dadurch Beiträge zu sparen. Im schlimmsten Fall droht dann ein Bußgeld. Das könnte dazu geführt haben, dass die Musiker höhere Einkommen gemeldet haben.

Weitreichende Schlussfolgerungen, magere Fakten

Hufgard kommt zu dem Fazit: "Das Internet ist ganz eindeutig nicht der Untergang der Kreativen. Es gab zwar Anpassungsschwierigkeiten, diese haben aber vor allem Rechteverwerter getroffen, die sehr träge auf den sich ändernden Markt reagiert haben. Die Auswirkungen auf die Situation der Künstler waren im Gegenteil dazu mehrheitlich positiv." Diese weitreichende Schlussfolgerung wird aber durch die von ihm präsentierten Fakten nicht bestätigt. Es ist lediglich erkennbar, dass das durchschnittliche Einkommen von Kreativen allgemein sehr niedrig ist, und dass es in besagtem Zeitraum nicht zu massiven Einbußen bei den der KSK gemeldeten Einkommen gekommen ist.

Völlig offen bleiben in der Betrachtung die Gründe für die Einkommensveränderungen der Musiker. An die Künstlersozialkasse melden die Musiker das sogenannte Arbeitseinkommen, also die Differenz zwischen Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben. Betriebseinnahmen sind Einnahmen, die "unmittelbar mit der selbstständigen künstlerischen oder publizistischen Tätigkeit zusammenhängen (zum Beispiel Honorare, Tantiemen, Gagen)", also auch "alle urheberrechtlichen Vergütungen, auch solche, die über Verwertungsgesellschaften bezogen werden (Gema, GVL, Verwertungsgesellschaft Wort, Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst etc.)."

Somit wäre beispielsweise denkbar, dass Musiker aus Plattenverträgen und Gema-Einkünften ein geringeres Einkommen beziehen als 1995, etwa weil die Umsätze mit Tonträgern stark gesunken sind, diese Verluste aber durch Musikunterricht und Auftragskompositionen für Werbung ausgleichen konnten. Allein aus der Höhe der bei der KSK gemeldeten Einkünfte können keine Schlüsse gezogen werden, wie sich die Verbreitung des Internets im Detail auf die Zusammensetzung dieser Einkünfte ausgewirkt hat.

 Studie: Bringt das Internet Musikern mehr Geld?

eye home zur Startseite
benji83 21. Mär 2012

Ist das nicht das Thema welchem sich die Studie widmet? Die Musiker gewinnen im Schnitt...

plattenboss 21. Mär 2012

Eine selten dämliche Untersuchung. Wenn ich als Urheberrechtsexperte so etwas...

samy 20. Mär 2012

Interessant hat aber überhaupt nichts mit der Studie der Piraten zu tun... Oder ich kenne...

Freepascal 20. Mär 2012

Was hier völlig fehlt, ist die investierte Zeit, daher ist die Angabe recht bedeutungslos.

Freepascal 20. Mär 2012

Folgendes Beispiel aus meinem weiteren Bekanntenkreis: Der Mann hat vor ein paar Jahren...


New Urban Music Blog / 25. Mär 2012

Was Musiker verdienen - und wie



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Daimler AG, Germersheim
  2. SYNLAB Holding Deutschland GmbH, Augsburg
  3. ARI-Armaturen Albert Richter GmbH & Co. KG, Schloß Holte-Stukenbrock
  4. Mainzer Stadtwerke AG, Mainz


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 29,99€ + 5,99€ Versand (günstiger als die schlechtere Nicht-PCGH-Version)
  2. bei Caseking
  3. ab 799,90€

Folgen Sie uns
       


  1. Deep Descent

    Aquanox lädt in Tiefsee-Beta

  2. Android-Apps

    Google belohnt Fehlersuche im Play Store

  3. Depublizierung

    7-Tage-Löschfrist für ARD und ZDF im Internet fällt weg

  4. Netzneutralität

    Telekom darf Auflagen zu Stream On länger prüfen

  5. Spielebranche

    Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Pro und X erwartet

  6. Thunderobot ST-Plus im Praxistest

    Da gehe ich doch lieber wieder draußen spielen!

  7. Fahrdienst

    Alphabet investiert in Lyft

  8. Virtuelles Haustier

    Bandai kündigt "Classic Mini"-Version des Tamagotchi an

  9. News

    Facebook testet Abos für Nachrichten-Artikel

  10. Elon Musk

    Baut The Boring Company den Hyperloop?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Indiegames-Rundschau: Fantastische Fantasy und das Echo der Doppelgänger
Indiegames-Rundschau
Fantastische Fantasy und das Echo der Doppelgänger
  1. Verlag IGN übernimmt Indiegames-Anbieter Humble Bundle
  2. Indiegames-Rundschau Cyberpunk, Knetmännchen und Kampfsportkünstler
  3. Indiegames-Rundschau Fantasysport, Burgbelagerungen und ein amorpher Blob

Xperia Touch im Test: Sonys coolem Android-Projektor fehlt das Killerfeature
Xperia Touch im Test
Sonys coolem Android-Projektor fehlt das Killerfeature
  1. Roboter Sony lässt Aibo als Alexa-Konkurrenten wieder auferstehen
  2. Sony Xperia XZ1 Compact im Test Alternativlos für Freunde kleiner Smartphones
  3. Sony Xperia XZ1 und XZ1 Compact sind erhältlich

Arktika 1 im Test: Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
Arktika 1 im Test
Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
  1. TPCast Oculus Rift erhält Funkmodul
  2. Oculus Go Alleine lauffähiges VR-Headset für 200 US-Dollar vorgestellt
  3. Virtual Reality Update bindet Steam-Rift in Oculus Home ein

  1. Re: Ich finds gut, auch wenn ich den ÖR nicht mag.

    Muhaha | 16:20

  2. Re: Wir haben hier so ein Ding in der Firma stehen...

    thunderbird487 | 16:19

  3. Re: Was mache ich falsch?

    Seclol | 16:18

  4. Re: Katastrophale UX

    ve2000 | 16:14

  5. Re: 23 Elektroautos bis zum Jahr 2013

    berritorre | 16:14


  1. 16:10

  2. 15:50

  3. 15:05

  4. 14:37

  5. 12:50

  6. 12:22

  7. 11:46

  8. 11:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel