Studie: Autokäufer nutzen Assistenzsysteme oft nicht

Selbst lenken, selbst bremsen und selbst einparken - Autofahrern stehen heute zahlreiche Funktionen zur Verfügung, die sie einer Studie zufolge aber oft gar nicht kennen oder nutzen. Auch bei jüngeren Neuwagenkäufern steht die On-Bord-Elektronik nicht hoch im Kurs.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Computer will mitfahren.
Der Computer will mitfahren. (Bild: Open Automotive Alliance)

Nach der Studie 2015 Drive Report von J. D. Power sind viele Autofahrer an den Zusatzfunktionen ihrer Fahrzeuge nicht interessiert. 20 Prozent der Neuwagenkäufer haben dem Ergebnis nach die Hälfte der Funktionen noch nie ausprobiert. Für die Studie wurden 4.200 Käufer in den USA befragt. 

Doch auch wer die Funktionen ausprobiert hat, bewertet sie oft als "nicht nützlich" oder "war dabei, brauche ich aber nicht". 

Besonders unwichtig erachten die Käufer sogenannte Concierge- oder Butler-Dienste, die wie Tripadvisor oder Yelp funktionieren und in der Nähe liegende Restaurants empfehlen oder nach Tankstellen suchen. 43 Prozent der Käufer wollen diese Funktionen gar nicht. Auch der WLAN-Hotspot ist bei 38 Prozent der Befragten überflüssig. 

Doch auch unmittelbare Fahrhilfen wie etwa das Parksystem sind bei 35 Prozent der Käufer überflüssig - denn sie nutzen das System nicht. Nun sind viele Neuwagenkäufer schon etwas älter, doch wer glaubt, dass die Akzeptanz der angebotenen Funktionen eine Frage des Lebensalters ist, irrt offenbar. 

Die Jüngeren sind ebenfalls nicht so stark an den angebotenen Funktionen interessiert: Sie setzen eher auf ihr Smartphone, wenn es um Unterhaltung oder Navigation geht. 

Viele Assistenten sind einfach dabei

Viele der Funktionen sind in Ausstattungspaketen enthalten, die aufgrund anderer Elemente gekauft werden. Das erleichtert dem Hersteller die Planung und die Konstruktion der Fahrzeuge, weil gleich ganze Module geordert und verbaut werden können. 

Doch für die nächste Generation von Fahrzeugen müssen sich die Autohersteller etwas einfallen lassen, denn 23 Prozent der jüngeren Befragten wollen grob die Hälfe der Techniken in ihrem nächsten Auto nicht haben. Dazu zählen auch Smartphone-Verknüpfungen wie Apple Car Play und Google Android Auto. Sogar die Möglichkeit, mit Spracherkennung gekoppelt SMS verschicken zu können, ist unbeliebt. 

Autoverkäufer wissen oft selbst nicht Bescheid

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, die die Studie aufgegriffen hat, ist eines der größten Probleme die mangelnde Information durch den Autoverkäufer im Autohaus. Wenn der nicht einmal weiß, was das Auto alles kann und die Funktionen demonstriert, fehlt der richtige Einstieg. Außerdem werden viele Systeme als redundant empfunden, weil das Smartphone des Käufers sie schon beherrscht. 

Das zeigt sich auch an der Beliebtheit von Autosystemen, die kein Smartphone bieten kann: Der Toter-Winkel-Warner, der Spurassistent oder die Kollissionswarnung werden von den Neuwagenkäufern favorisiert, heißt es in der Studienauswertung.

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senf.dazu 02. Okt 2020

Die Dinger kosten ein Schweinegeld. Die Pakete kauft nur der der sie dann auch nutzen...

flasherle 31. Aug 2015

und für was braucht man beim spurhalteassi, den regen oder lichtsensor?

Poison Nuke 30. Aug 2015

jedes Fahrzeug ist da anders. Einige reagieren schon, wenn man einfach stehen bleibt...

George99 28. Aug 2015

Wenn du erst als so alter Sack (sorry dafür) den FS machst, ist es natürlich sehr viel...



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