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Studie aus Großbritannien: Angestellte sehen Chancen und Risiken durch KI-Chefs

Viele Beschäftigte erwarten höhere Produktivität durch KI-Manager. Feedback wünschen sich die meisten laut Umfrage aber lieber von Menschen.
/ Nils Matthiesen
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Studie analysiert KI als Vorgesetzte. (Symbolbild) (Bild: Yan Krukau / Pexels)
Studie analysiert KI als Vorgesetzte. (Symbolbild) Bild: Yan Krukau / Pexels

In Großbritannien geht laut einer Befragung des Beratungsunternehmens Careerminds UK(öffnet im neuen Fenster) unter 600 Vollzeitbeschäftigten mehr als ein Drittel der Befragten von Produktivitätsgewinnen durch KI-Führungskräfte aus. Das berichtet Techradar(öffnet im neuen Fenster). Konkret erwarten 36,7 Prozent der Angestellten eine höhere eigene Produktivität, wenn sie von einer künstlichen Intelligenz geführt würden. Dem stehen 25,5 Prozent gegenüber, die in diesem Szenario einen Rückgang ihrer Arbeitsleistung befürchten.

Besonders ausgeprägt ist die Erwartungshaltung in den oberen Führungsebenen. Unter Direktoren und Mitgliedern des Vorstands rechnen 64 Prozent mit einer Steigerung der Produktivität durch KI-Manager, wobei 28 Prozent eine erhebliche Zunahme erwarten. Bei leitenden Angestellten liegt der Anteil bei 42,6 Prozent. Auf der Ebene der Manager gehen noch 38,5 Prozent der Befragten von Produktivitätsgewinnen aus.

Menschlicher Kontakt bei Feedback bevorzugt

Trotz der Erwartung effizienterer Abläufe lehnt eine breite Mehrheit automatisierte Leistungsbeurteilungen ab. Laut der Studie sprechen sich 74,2 Prozent der Befragten dafür aus, Feedback zur eigenen Arbeitsleistung von einer menschlichen Führungskraft und nicht über einen Chatbot zu erhalten.

Zudem zeigt die Erhebung Unterschiede nach dem Alter der Beschäftigten. Jüngere Mitarbeiter stehen der Vorstellung einer KI-basierten Führungsebene insgesamt aufgeschlossener gegenüber als ältere Kollegen.

Entlastung statt Ersetzung des Managements

Die Karriereexpertin Amanda Augustine von Careerminds UK erklärt, dass KI Vorgesetzte entlasten könne, indem sie bestimmte Aufgaben übernehme. Das Ziel für Unternehmen bestehe darin, Führungskräfte durch KI effektiver zu machen und sie nicht zu ersetzen. Das mittlere Management stehe bereits unter Druck zwischen den Erwartungen der Unternehmensleitung und den Bedürfnissen der Teams.

Den Unterschied zwischen den Altersgruppen führt Augustine darauf zurück, dass jüngere Beschäftigte am Anfang ihrer Karriere eher darauf achteten, was sie im Arbeitsalltag von einem Vorgesetzten benötigten. Dazu zählten Orientierung, Entwicklung, Bestätigung und Kontext durch einen Menschen. Führungskräfte auf höheren Ebenen betrachteten den Einsatz von KI hingegen stärker unter dem Aspekt der Effizienz.


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