Studie: Apple verzwergt seine Apps

Eine kuriose Studie von Apple kommt zu klaren Ergebnissen: Apps wie Apple Music oder Apple TV+ sind im Grunde Flops.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork zur Apple-Studie
Artwork zur Apple-Studie (Bild: Apple)

Normalerweise gehört Apple nicht zu den Firmen, die für übertriebene Bescheidenheit bekannt sind. Nun hat das Unternehme eine selbst finanzierte Studie (PDF) veröffentlicht, die vor allem eines zeigt: Die hauseigenen Apps seien nicht besonders erfolgreich und den Anwendungen der Konkurrenz in der Verbreitung auf iPhone und iPad teils weit unterlegen, so die Schlussfolgerung.

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So werde Netflix in den USA auf den Apple-Endgeräten 17-mal so oft genutzt wie Apple TV+. In Deutschland sei der Abstand sogar noch deutlich größer: Netflix werde hier 835-mal so oft verwendet. Amazon Prime soll hierzulande 274-mal erfolgreicher als TV+ sein.

Google Maps werde in den USA rund 1,5-mal so oft verwendet wie Karten von Apple, hierzulande liege der Faktor bei rund 2,1. Spotify sei in den USA rund 1,6-mal erfolgreicher als Apple Music, in Deutschland liege der Wert bei rund 1,9.

Die Liste lässt sich noch lange fortsetzten, auch mit Daten aus asiatischen Ländern - beispielsweise sagt Apple, dass eine Anwendung namens Kakao Talk in Südkorea 1,1-mal so erfolgreich sei wie der auf iPhones vorinstallierte Messenger.

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Auch was den Marktanteil bei einer der wichtigsten Sparten, nämlich dem Gaming, betrifft, gibt sich Apple bescheiden. So würden 58 Prozent der Entwickler für PC produzieren, während lediglich 32 Prozent an Titeln für iOS arbeiteten.

Alles in allem steht Apple sehr gut da

Die Angaben in der Studie dürften mehr oder weniger korrekt sein. Dennoch ergibt sich der vermutlich nicht ganz richtige Gesamteindruck, dass Apple mit seinen Diensten, Anwendungen und Apps überall der Konkurrenz hinterherhinke.

Dabei dürfte der Konzern über alle Länder und Sparten hinweg hervorragend dastehen - eine sinnvolle Zahl zur Gesamtsituation des Ökosystems ist in der Studie aber nicht zu finden.

Vermutlich ist genau das gewollt, schließlich gibt es in vielen Ländern Pläne, gegen die Marktmacht der großen IT-Konzerne vorzugehen. Innerhalb der EU wird derzeit der Digital Market Acts (DMA) vorbereitet, als dessen Folge bestimmte Apps nicht mehr vorinstalliert werden dürfen oder zumindest unkompliziert von den Nutzern zu löschen sein sollen.

Außerdem hat Apple gerade seine Entwicklerkonferenz Worldwide Developers Conference (WWDC) angekündigt, die vom 6. bis 10. Juni 2022 online stattfindet. Es liegt im Interesse von Apple, wenn die Teilnehmer den Veranstalter nicht gleichzeitig als übermächtigen Konkurrenten wahrnehmen.

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ChMu 12. Apr 2022

Vom Geld nehmen sich beide wenig. Aber selbst WENN das Samsung System etwas billiger...

BLi8819 11. Apr 2022

LOKALE Musik ist nun mal lokal und nicht in der Cloud.

korona 11. Apr 2022

Also bei dem Wort verzwergen geht es doch darum, dass etwas nur klein erscheint. Ist es...

Mucky78 11. Apr 2022

Genau! Und Aussagen wie sind natürlich kein "Bild-Zeitungs-Niveau" bzw. Fanboy Blabla...



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