Abo
  • Services:

Stuart Parkin: Millennium-Preis für den Erfinder der modernen Festplatte

Der britische Physiker Stuart Parkin erhält den mit einer Million Euro dotierten "Millennium Technology Prize". Er entwickelte die ersten Festplatten, die auf dem GMR-Effekt basieren. Dessen Entdecker waren zuvor mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden.

Artikel veröffentlicht am ,
Stuart Parkin 2010 im Labor des Almaden Research Centers
Stuart Parkin 2010 im Labor des Almaden Research Centers (Bild: Bloomberg via Getty Images)

Die Stiftung "Technology Academy of Finland" hat Stuart Parkin mit ihrem Millennium-Preis ausgezeichnet. Die Ehrung erhalten vor allem Forscher, die an der praktischen Umsetzung von Erfindungen maßgeblichen Anteil hatten.

Stellenmarkt
  1. Versicherungskammer Bayern, München
  2. Giesecke+Devrient Mobile Security GmbH, München

Das trifft ganz besonders auf den erst 58 Jahre alten Parkin zu, der als Vater der modernen Festplatte gilt. 1989 entdeckte er den Riesenmagnetowiderstand, auch GMR-Effekt genannt, beim Experimentieren mit Materialien für künftige Festplatten in den Labors von IBM. Erst ein Jahr zuvor hatten die Physiker Peter Grünberg und Albert Fert den GMR-Effekt erstmals beschrieben, dafür wurde ihnen 2007 gemeinsam der Nobelpreis für Physik verliehen.

Stuart Parkin war es jedoch, der die Technik der sehr dicht gepackten magnetischen Ladungen zur serienreifen Anwendung brachte. Die Folge war eine regelrechte Explosion der Kapazität von Festplatten ab Ende der 1990er Jahre. Das erste Laufwerk auf Basis des GMR-Effekts stellte IBM 1997 vor, danach verdoppelte sich die Kapazität beinahe jedes Jahr. Heute arbeiten alle modernen Festplatten mit der von Parkin entwickelten Technik.

Dafür wurde der seit 1982 für IBM tätige Wissenschaftler mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Humboldt-Forschungspreis und dem Preis des American Institute of Physics. Mit dem Millennium-Preis erhält Parkin nun seine bisher höchste Ehrung, nachdem der Nobelpreis für die Entdeckung des GMR-Effekts schon vergeben ist.

Nach der Entwicklung der GMR-Festplatten arbeitete Parkin weiterhin vor allem im Almaden Research Center von IBM im Silicon Valley, aber auch in anderen Labors des Unternehmens, unter anderem in Deutschland. Eines seiner Gebiete war das Racetrack Memory, das wie die GMR-Festplatten auf quantenmechanischen Effekten basiert. Seit dem 1. April 2014 ist Stuart Parkin Direktor am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle in Sachsen-Anhalt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)

Folgen Sie uns
       


Monterey Car Week - Bericht

Ist die Zukunft der Sportwagen elektrisch? Wir haben die Monterey Car Week in L.A. besucht.

Monterey Car Week - Bericht Video aufrufen
iOS 12 im Test: Auch Apple will es Nutzern leichter machen
iOS 12 im Test
Auch Apple will es Nutzern leichter machen

Apple setzt mit iOS 12 weniger auf aufsehenerregende Funktionen als auf viele kleine Verbesserungen für den Alltag. Das erinnert an Google und Android 9, was nicht zwingend schlecht ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple Siri-Kurzbefehle-App für iOS 12 verfügbar

Energietechnik: Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus
Energietechnik
Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus

Ein Akku mit der Energiekapazität eines Benzintanks würde viele Probleme lösen. In der Theorie ist das möglich. In der Praxis ist noch viel Arbeit nötig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos CDU will Bau von Akkuzellenfabriken subventionieren
  2. Brine4Power EWE will Strom unter der Erde speichern
  3. Forschung Akku für Elektroautos macht es sich im Winter warm

Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


      •  /