Eine Welt unendlicher Möglichkeiten
In den Hauptrollen agieren die bekannten Schauspieler. Neben Kevin Sussman als Stuart kehren auch Lauren Lapkus als seine Freundin Denise, Brian Posehn als Geologe Bert sowie John Ross Bowie als Barry Kripke zurück. Gerade die Konzentration auf die Nebenfiguren ist für Fans reizvoll, weil diese nun auch wirklich im Fokus stehen, aber dennoch ihren alten Manierismen und Charakteristiken treu sind.
Aus einer Sitcom eine Science-Fiction-Serie abzuspinnen, die noch dazu auch stilistisch gänzlich anders ist, ist auf jeden Fall kühn. Erfolgsproduzent Chuck Lorre, der die Serie zusammen mit Zak Penn und Bill Prady entwickelte, konnte es sich aber auch leisten, mit Konventionen zu brechen – zumal dies nur in Hinblick auf The Big Bang Theory gilt. Betrachtet man Stuart Fails to Save the Universe als Sci-Fi-Show, die sie ist, dann folgt sie durchaus den Mustern, die mit Multiversum-Geschichten verbunden sind.
Tatsächlich fühlt man sich an die klassische Neunzigerjahre-Serie Sliders erinnert, in der über fünf Staffeln hinweg auch eine Gruppe von Freunden das Multiversum durchreiste, immer auf der Suche nach ihrer eigenen Realität.
Bei Stuart Fails to Save the Universe wird aber nicht nur auf eine episodische Erzählweise gesetzt, es gibt durchaus einen roten Faden. Überhaupt ist die Handlung durchgängig, denn am Ende einer jeden Folge tauchen Stuart und Co. in einer neuen Realität auf, die dann mit der nächsten Episode fortgesetzt wird.
Die Möglichkeiten sind dabei unbegrenzt. Eine Welt, in der Magie ganz normal ist, eine, in der Stuart sich fühlt wie in dem Drama Einer flog übers Kuckucksnest, oder eine, in der die Menschen gezwungen sind, immer nett und freundlich zueinander zu sein (was Barry Kripke so überhaupt nicht gelingen will!) sind nur ein paar der Ideen, mit denen die zehn Folgen der ersten Staffel spielen.
Fans können sich auf alte Bekannte freuen
Im Vorfeld hielten sich die Macher, aber auch das Studio bedeckt, ob in Stuart Fails to Save the Universe Gastauftritte bekannter Figuren aus The Big Bang Theory auftauchen würden. Es war zu erwarten, dass es ein paar geben würde, aber welche und in welcher Form? Das wollen auch wir natürlich nicht spoilern. Nur so viel: Fans von The Big Bang Theory werden angesichts dessen, wem Stuart und seine Freunde begegnen, mehr als zufrieden sein. Der Spaß ergibt sich hier auch daraus, dass diese Figuren so ganz anders sind, als man sie normalerweise kennt.
Spaß macht die Serie aber auch ohne diese Gastauftritte. Sie ist flott erzählt, humorvoll, geekig, aber auch durchaus ernsthaft im Ansatz, ein großes Science-Fiction-Abenteuer erzählen zu wollen. Dabei gibt es fast jede Folge Überraschungen – so dürfen sich beispielsweise die Fans von Matrix auf die vierte Episode freuen.
Gastauftritte abseits des The-Big-Bang-Theory-Universums gibt es auch. So taucht in der vierten Folge ein Schauspieler auf, der aus einer anderen Chuck-Lorre-Erfolgsserie bekannt ist (und der, man weiß es nicht, ja vielleicht sogar dieselbe Figur sein könnte). Aber auch andere Stars sind zu sehen, so etwa das in den USA prominente Komiker-Duo Penn & Teller.
Nach Abschluss der Dreharbeiten sagte Lorre, die Serie werde vermutlich entweder begeistert aufgenommen oder komplett abgelehnt werden – etwas dazwischen erwarte er nicht. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn Stuart Fails to Save the Universe nicht zum Hit würde. Während das Multiversum gerade beim filmischen Marvel- und DC-Universum überbeansprucht erscheint, kommt das bizarre und teils überraschend blutige Konzept hier zur vollen Geltung. Schade, dass es nur zehn Folgen sind.
Die erste Staffel Stuart Fails to Save the Universe ist ab dem 24. Juli bei HBO Max zu sehen.