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Erste IT-Unternehmen starten in Cottbus

Doch es gibt bei all den Bemühungen auch gute Gründe, die gegen den Standort Lausitz sprechen. Der Leiter des Lehrstuhls Praktische Informatik an der BTU, Claus Lewerentz, erklärt: "Die großen Player der IT-Branche konkurrieren mit den wenigen Software‐Firmen der Region um unsere Absolventen und bieten deutlich attraktivere Gehälter und gute Arbeitsbedingungen in den angesagten Metropolen." Während man in München laut gehaltsvergleich.de mit 50.000 bis 100.000 Euro im Jahr rechnen kann, verdienen Informatiker in Brandenburg nur zwischen 30.000 und 60.000 Euro.

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Weil das Geld knapp ist, fehlt es eben auch an Investoren für Startups. Außerdem gibt es nach Aussagen von Studentin Hannah, die täglich nach Cottbus pendelt, durchaus Kommilitonen, die Angst vor Rechtsradikalen haben. Und auch die Angst, dass mit einer Technik-Szene die Mieten steigen wie in Berlin, sei berechtigt. Sie findet: Die Stadt muss es schaffen, den Beteiligten ihre Ängste zu nehmen, damit es mit dem Zusammenleben und dem gewünschten internationalen IT-Standort klappt. Dazu müssten auch die Cottbuser Bürger, die nichts mit Technik zu tun haben, erfahren, was sie eigentlich von dem Ganzen am Ende haben. Und das ist ja nicht gerade wenig.

Nach und nach kommen dennoch ein paar IT-Unternehmen: Siemens, Kontech Engineering, Arvato Bertelsmann IT-Systeme, GISA oder die Münchner Flugzeug-Softwarefirma Philotech suchen mit ihren Cottbuser Standorten die Nähe zur Technischen Universität. Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie Fraunhofer-Institute siedeln sich ebenfalls zunehmend um den Campus an; mittlerweile gibt es vier Standorte.

"Auch wir finden gute Voraussetzungen für unser Geschäft, sowohl in der Infrastruktur als auch bei der Suche nach Beschäftigten für unsere Branche", sagt Geschäftsführer Sebastian Vogel des IT-Systemhauses Bechtle, das seit 15 Jahren in Cottbus sitzt. "Die zur Region loyalen Menschen haben dazu beigetragen, dass hier eine lebendige Unternehmenslandschaft entstanden ist. Eine Region kann aber nur erfolgreich bestehen, wenn sie sich den IT-Themen selbst stellt. Daher halten wir es für sehr wichtig, das notwendige Know-how aufzubauen und zu halten."

Darum bildet Bechtle Fachinformatiker aus. Für Sebastian Vogel müsste diese Tendenz stärker gefördert werden: "Ich würde mir ein dynamischeres Wachstum im Bereich kleinerer und mittlerer Unternehmen wünschen, um die Region wirtschaftlich noch breiter aufzustellen", sagt er. 

Eine Maßnahme, findet Gründerberater Marcel Linge, wäre die richtige Werbung. Die günstigen Mieten und die ländliche Gegend sind für Großstädter ein echtes Plus. In anderen Regionen gibt es bereits Co-Living-Spaces, in denen man ein paar Tage in Metropolen lebt und arbeitet, den Rest der Zeit in der nahen Provinz. Berlin und sein "Speckgürtel" Cottbus bieten sich dafür an. So kämen vielleicht bald diejenigen, die eine Gründung in der Lausitz spannend finden, aber sich weder auf einen permanenten Wohnsitz dort einlassen, noch täglich mit dem Regionalexpress durch Südbrandenburg zuckeln wollen.

 Neues Gründungszentrum soll Startups zum Bleiben bewegen
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Schön, aber das braucht Zeit, und die hat Cottbus wie im Artikel beschrieben nicht. Ich...

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