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Neues Gründungszentrum soll Startups zum Bleiben bewegen

Einige BTU-Absolventen, wie Nora Baum, sind dem Wunsch der Stadtoberhäupter bereits nachgekommen und haben Firmen gegründet. Sie sitzt mit ihren Mitarbeitern im Büro auf dem Campus, kann wie eine ganze Reihe anderer Gründer auf das Know-how ihrer ehemaligen Dozenten zurückgreifen, wird gecoacht und hat Zugang zu Anwälten, Steuerberatern und dem großen Netzwerk. Professor Claus Lewerentz hat sein Büro um die Ecke und schaut ab und zu vorbei, um zu sehen, wie es läuft.

Kurze Wege zu den Entscheidern

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Für Katrin Baumert vom Gründungsservice der Universität ist das ein großer Vorteil für Jungunternehmer: "Es gibt kurze Wege zu den Menschen, die Entscheidungen treffen. Man kennt sich, geht zusammen mittagessen und setzt Ideen zügig in die Tat um. Darum entsteht gerade an allen Ecken etwas Neues." Mit Hilfe des Gründungsservices hat ihr Schützling Nora Baum ein Patent auf die Idee ihres Startups Pattarina angemeldet: Schneider können mit Augmented-Reality-Techniken Schnittmuster per App als Schablone generieren und müssen sie nur noch auf dem Stoff nachzeichnen. Das vereinfacht ihre Arbeit enorm. "Wir sind stolz, wenn die App bald gelauncht wird", sagt die Erfinderin.

  • Prof. Dr. Claus Lewerentz, Leiter Praktische Informatik BTU Cottbus  (Bild: Maja Hoock)
  • BTU-Absolventin Nora Baum gründete in Cottbus Pattarina, ein Startup für eine Schnittmuster-App. (Bild: Maja Hoock)
  • Schneider können mit Augmented-Reality-Techniken Schnittmuster per App als Schablone generieren und müssen sie nur noch auf dem Stoff nachzeichnen. (Bild: Maja Hoock)
  • Prof. Dr. Matthias Wolff, Sprecher Forschungsgruppe Kognitive Systeme BTU und Lehrstuhl Kommunikationstechnik (Bild: Maja Hoock)
  • Prof. Dr. Andriy Panchenko, Leiter Lehrstuhl Cybersecurity (Bild: Maja Hoock)
BTU-Absolventin Nora Baum gründete in Cottbus Pattarina, ein Startup für eine Schnittmuster-App. (Bild: Maja Hoock)

Früher lebte die ganze Lausitz vom Tuchhandwerk. "Mehr Unternehmen, die sich auf diese Narration konzentrieren, würden der Digitalisierung der Stadt Cottbus guttun", sagt Marcel Linge vom Gründungszentrum Zukunft Lausitz. Er findet es wichtig, dass Cottbus sich auf seine Kernkompetenz verlässt. Bis jetzt wirken die vielen unterschiedlichen Ansätze von Bus-Apps bis Parksystemen willkürlich. "Hier und da wird digitalisiert", sagt er. "'Digitale Stadt' klingt da doch noch etwas hochtrabend, denn das bedeutet für mich nicht einen Scanner bei Eintrittskarten."

Im neuen Gründungszentrum auf dem Uni-Campus könnten die ganzen Ideen zusammengebracht werden, damit das Großprojekt IT-Standort Cottbus einen roten Faden bekommt. Es vereint bald Zukunft Lausitz mit dem Gründungsservice der Universität und soll deutlich mehr Erfolgsgeschichten wie Pattarina hervorbringen.

Vom Look des neuen Standortes hat Marcel Linge schon konkrete Vorstellungen: Modern und offen muss es sein. Sein Projekt Zukunft Lausitz, das er 2006 eröffnet hat, soll die Gründer schon mal heiß darauf machen. "Damit das neue Zentrum dann nicht leer ist", wie er sagt.

Zukunft Lausitz sieht aus, wie dem Traum eines Berliner Startups entsprungen: Die ehemalige Disco mit den holzverkleideten Wänden und Vintage-Möbeln liegt mitten in der Cottbuser Innenstadt zwischen historischen Wohnhäusern. Auf der ehemaligen Tanzfläche arbeiten junge Gründer über ihre Laptops gebeugt im zugehörigen Coworking-Space. Ein Wirtschaftsdozent, der einen Vortrag über Kundensegmente gehalten hat, holt sich an der Bar ein Getränk.

Weder Verpflegung, noch Vorträge oder Schreibtische mit Internetzugang kosten etwas. Bezahlt wird Zukunft Lausitz vom Land Brandenburg. Trotzdem gab es noch keine IT-Gründung bei ihm. "Die Fachleute wären da", sagt Linge. "Unsere technische Universität bildet sehr gute Programmierer aus. Trotzdem hatten wir erst eine App-Gründung und die ist gescheitert." Damit sich das ändert, hat das Land Brandenburg fast elf Millionen Euro Zuschüsse in die Hand genommen. Bis Ende 2020 soll das neue Gründungszentrum stehen; ein ehemaliges Schwimmbad auf dem Universitätsgelände wird zum Startup-Hub mit Fab-Lab, 3D-Druckern, Coworking-Space und Gründungsberatung. Der Bau ist für Cottbus der heilige Gral, von dem seine Zukunft mit abhängt.

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 ''Erst mal keine üble Idee!''Erste IT-Unternehmen starten in Cottbus 
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aPollO2k 06. Mär 2019

Danke für den Tipp. Das wusste ich auch noch nicht. Von Cottbus nach Görlitz fährt ja...

Wolf_ 21. Feb 2019

das die Mieten in der Innenstadt teurer sind is doch normal, ist bei jeder Innenstadt so...

Kelran 18. Feb 2019

Das riesige Loch, das der Braunkohle-Tagebau in Cottbus hinterlässt, ist flächmäßig der...

richtchri 16. Feb 2019

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