Tennet hält Finanzierung für gesichert

Die vier Übertragungsnetzbetreiber müssen in den kommenden Jahren viele Milliarden in die Hand nehmen, um den Ausbau zu bewältigen. Allein Tennet beziffert den Investitionsbedarf in den kommenden zehn Jahren konzernweit auf 35 Milliarden Euro, darauf entfallen laut Tennet 23 Milliarden Euro auf Deutschland.

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Tennet bezeichnet sich damit als "der größte Investor in die deutsche Energiewende". Die Kritik, es falle dem Unternehmen schwer, die erforderlichen Mittel zu beschaffen, weist Tennet zurück. Die hohen Investitionen seien "natürlich eine Herausforderung", heißt es.

Tennet sei aber "ein gesundes Unternehmen mit einer soliden Finanzbasis". Es gebe "eine Reihe von Finanzierungsmöglichkeiten, so dass es für unsere Pläne genügend Kapital geben wird". Wie alle anderen Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland auch benötige Tennet "eine Mischung aus Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung, um unser Rating auch in Zukunft zu erhalten".

Manon van Beek, CEO der Tennet Holding, kann die Kritik an den Umstrukturierungsplänen nicht nachvollziehen. Die Energiewende finde nicht mehr nur in einzelnen Ländern statt, sondern europaweit, sagte sie dem Handelsblatt. "Dabei geht es nicht nur um den adäquaten Netzausbau in den einzelnen Ländern, sondern um ein intelligenteres, länder- und sektorenübergreifendes Netz", sagte sie.

Strukturen müssen modernisiert werden

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Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, müssten sich auch Netzbetreiber verändern und die Strukturen modernisieren. Nur so könnten sie die Energiewende voranbringen, sagte van Beek. Es gehe darum, "Kompetenzen zu bündeln und schlagkräftiger zu werden", sagte Tim Meyerjürgens, Vorstandsmitglied der Holding und einer der Geschäftsführer der deutschen Tochter. "Damit rüsten wir Tennet für das weitere Wachstum", gerade auch mit Blick auf die Projekte in Deutschland, ergänzte er.

Die Kritik, es würden wichtige Funktionen in die Niederlande verlagert, will man bei Tennet nicht gelten lassen. Alle Mitglieder der Geschäftsführung führten die Geschäfte sowohl von Arnheim als auch von Bayreuth aus. Sie führten Tennet als "europäisches transnationales Unternehmen".

Eine moderne, auf die Herausforderungen der Energiewende ausgerichtete Organisation beinhalte auch straffere Entscheidungsstrukturen. Was die Besetzung von Leiterstellen für die künftig 22 Bereiche des Unternehmens betreffe, strebe man eine "möglichst paritätische Besetzung (deutsch-niederländisch) an", teilte das Unternehmen mit. Auch würden 500 neue Stellen entstehen, davon etwa die Hälfte in Deutschland.

Im Bundeswirtschaftsministerium heißt es, man verfolge die Entwicklung bei Tennet, kommentiere sie aber nicht. Koalitionspolitiker werfen bereits die Frage auf, ob die derzeitige Eigentümerstruktur bei den Übertragungsnetzbetreibern der Umsetzung der Energiewende im Wege steht.

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 Erforderliche InvestitionenSPD bringt bundeseigene Netzgesellschaft ins Gespräch 
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PuckPoltergeist 23. Jul 2019

Stromtrassen dürfen nicht bebaut werden.

mark.wolf 23. Jul 2019

Grundsätzlich besteht natürlich die Möglich via Enteignung die netze zu verstaatlichen...

Anonymer Nutzer 23. Jul 2019

ein Blackout stattfindet. Aber die Politik reagiert äh. lamentiert ja. ;-)



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