Tennet hält Finanzierung für gesichert

Die vier Übertragungsnetzbetreiber müssen in den kommenden Jahren viele Milliarden in die Hand nehmen, um den Ausbau zu bewältigen. Allein Tennet beziffert den Investitionsbedarf in den kommenden zehn Jahren konzernweit auf 35 Milliarden Euro, darauf entfallen laut Tennet 23 Milliarden Euro auf Deutschland.

Stellenmarkt
  1. Validation Quality Engineer (m/w/d)
    Eppendorf AG, Jülich
  2. Referent Servicemanagement (m/w/d)
    EVH GmbH, Halle (Saale)
Detailsuche

Tennet bezeichnet sich damit als "der größte Investor in die deutsche Energiewende". Die Kritik, es falle dem Unternehmen schwer, die erforderlichen Mittel zu beschaffen, weist Tennet zurück. Die hohen Investitionen seien "natürlich eine Herausforderung", heißt es.

Tennet sei aber "ein gesundes Unternehmen mit einer soliden Finanzbasis". Es gebe "eine Reihe von Finanzierungsmöglichkeiten, so dass es für unsere Pläne genügend Kapital geben wird". Wie alle anderen Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland auch benötige Tennet "eine Mischung aus Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung, um unser Rating auch in Zukunft zu erhalten".

Manon van Beek, CEO der Tennet Holding, kann die Kritik an den Umstrukturierungsplänen nicht nachvollziehen. Die Energiewende finde nicht mehr nur in einzelnen Ländern statt, sondern europaweit, sagte sie dem Handelsblatt. "Dabei geht es nicht nur um den adäquaten Netzausbau in den einzelnen Ländern, sondern um ein intelligenteres, länder- und sektorenübergreifendes Netz", sagte sie.

Strukturen müssen modernisiert werden

Golem Akademie
  1. PowerShell Praxisworkshop: virtueller Vier-Tage-Workshop
    20.–23. Dezember 2021, virtuell
  2. Netzwerktechnik Kompaktkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    8.–12. November 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, müssten sich auch Netzbetreiber verändern und die Strukturen modernisieren. Nur so könnten sie die Energiewende voranbringen, sagte van Beek. Es gehe darum, "Kompetenzen zu bündeln und schlagkräftiger zu werden", sagte Tim Meyerjürgens, Vorstandsmitglied der Holding und einer der Geschäftsführer der deutschen Tochter. "Damit rüsten wir Tennet für das weitere Wachstum", gerade auch mit Blick auf die Projekte in Deutschland, ergänzte er.

Die Kritik, es würden wichtige Funktionen in die Niederlande verlagert, will man bei Tennet nicht gelten lassen. Alle Mitglieder der Geschäftsführung führten die Geschäfte sowohl von Arnheim als auch von Bayreuth aus. Sie führten Tennet als "europäisches transnationales Unternehmen".

Eine moderne, auf die Herausforderungen der Energiewende ausgerichtete Organisation beinhalte auch straffere Entscheidungsstrukturen. Was die Besetzung von Leiterstellen für die künftig 22 Bereiche des Unternehmens betreffe, strebe man eine "möglichst paritätische Besetzung (deutsch-niederländisch) an", teilte das Unternehmen mit. Auch würden 500 neue Stellen entstehen, davon etwa die Hälfte in Deutschland.

Im Bundeswirtschaftsministerium heißt es, man verfolge die Entwicklung bei Tennet, kommentiere sie aber nicht. Koalitionspolitiker werfen bereits die Frage auf, ob die derzeitige Eigentümerstruktur bei den Übertragungsnetzbetreibern der Umsetzung der Energiewende im Wege steht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Erforderliche InvestitionenSPD bringt bundeseigene Netzgesellschaft ins Gespräch 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


PuckPoltergeist 23. Jul 2019

Stromtrassen dürfen nicht bebaut werden.

mark.wolf 23. Jul 2019

Grundsätzlich besteht natürlich die Möglich via Enteignung die netze zu verstaatlichen...

Anonymer Nutzer 23. Jul 2019

ein Blackout stattfindet. Aber die Politik reagiert äh. lamentiert ja. ;-)

bytewarrior123 22. Jul 2019

Bei uns ist es genau anders herum : solange der Chef da ist, passieren die größten...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Alder Lake
Intel will mit 241 Watt an die Spitze

Kurz vor dem Launch zeigt Intel eigene Benchmarks zu Alder Lake, außerdem gibt es Details zur Kühlung und zum Denuvo-DRM.
Ein Bericht von Marc Sauter

Alder Lake: Intel will mit 241 Watt an die Spitze
Artikel
  1. Impfnachweise: Covid-Zertifikat für Adolf Hitler aufgetaucht
    Impfnachweise
    Covid-Zertifikat für Adolf Hitler aufgetaucht

    Im Internet sind gefälschte, aber korrekt signierte QR-Codes mit Covid-Impfnachweisen aufgetaucht.

  2. Mäuse, Tastaturen, Headsets: Logitech hat mit Lieferengpässen zu kämpfen
    Mäuse, Tastaturen, Headsets
    Logitech hat mit Lieferengpässen zu kämpfen

    Die große Nachfrage während der Coronapandemie hat Logitech 82 Prozent mehr Umsatz beschert. Allerdings kommt die Lieferung nicht hinterher.

  3. Pixel 6 und Android 12: Googles halbgare Android-Update-Schummelei
    Pixel 6 und Android 12
    Googles halbgare Android-Update-Schummelei

    Seit Jahren arbeitet Google daran, endlich so lange Updates zu liefern wie die Konkurrenz. Mit dem Pixel 6 und Android 12 enttäuscht der Konzern aber.
    Ein IMHO von Sebastian Grüner

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung 4K-Monitore & TVs günstiger (u. a. 50" QLED 2021 749€) • Seagate Exos 18TB 319€ • Alternate-Deals (u. a. Asus B550-Plus Mainboard 118€) • Neues Xiaomi 11T 256GB 549,90€ • Ergotron LX Desk Mount Monitorhalterung 124,90€ • Speicherprodukte von Sandisk & WD [Werbung]
    •  /