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Stromversorgung: Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos

Die massenhafte Verbreitung von Elektroautos stellt das Stromnetz vor neue Herausforderungen. Doch verschiedenen Untersuchungen zufolge sind diese längst nicht so gravierend, wie von Kritikern befürchtet.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Satellitenbild vom Blackout an der US-Ostküste im Jahr 2003
Satellitenbild vom Blackout an der US-Ostküste im Jahr 2003 (Bild: Chris Elvidge/U.S. Air Force/Nasa/Handout via Reuters)

Wie viele Elektroautos kann das deutsche Stromnetz verkraften? Zwar lässt der Verkaufsboom immer noch auf sich warten, doch im kommenden Jahrzehnt könnte der Anteil batteriegetriebener Fahrzeuge deutlich steigen. Während einige Studien vor "flächendeckenden Stromausfällen" durch überlastete Netze warnen, sehen andere Experten das Thema gelassener. Der Geschäftsführer der Stromnetz Berlin GmbH, Thomas Schäfer, spricht sogar von einem "'Märchen' vom Black Out".

Inhalt:
  1. Stromversorgung: Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos
  2. Studie warnt vor Überlastung
  3. Lademanagement als Alternative zum Netzausbau

Das Problem bei den derzeitigen Prognosen: Niemand weiß, wie sich der Marktanteil der Elektroautos in den kommenden Jahrzehnten tatsächlich entwickeln wird. Eine Studie der Unternehmensberatung Oliver Wyman zusammen mit der TU München geht davon aus, dass bis zum Jahr 2035 mehr als jedes dritte Auto auf deutschen Straßen elektrisch angetrieben wird. Demgegenüber erwarten die Berater von McKinsey in einer Studie bis 2030 lediglich einen Anteil von sieben Prozent. Stromnetz Berlin prognostiziert diesen bundesweiten Anteil in einem Vortrag (PDF) schon für das Jahr 2025.

Spitzenbedarf steigt nur geringfügig

Was ebenfalls unklar ist: Wo und wann werden die Fahrer ihre Autos aufladen? Das hängt stark von der Batterietechnik ab. Sollte es in 10 bis 20 Jahren möglich sein, die Batterie mit 500 Kilowatt in wenigen Minuten an einem Schnelllader zu füllen, dürften Wallboxen in den eigenen vier Wänden nicht mehr so nötig sein wie heutzutage. Man kann zudem davon ausgehen, dass die öffentliche Ladeinfrastruktur künftig deutlich besser ausgebaut sein wird, als es derzeit der Fall ist.

Zumindest was die Auswirkungen auf nationaler Ebene angeht, gibt McKinsey in seiner Studie Entwarnung. Der Untersuchung zufolge hat sogar ein Marktanteil von 40 Prozent an Elektroautos, der in Deutschland für das Jahr 2050 angenommen wird, lediglich einen höheren Leistungsbedarf von vier Prozent zur Folge, was 20 Gigawatt entspricht.

Lokale Lastspitzen könnten stärker steigen

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Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass dieser zusätzliche Energiebedarf von etwa 40 Terawattstunden jährlich fast vollständig durch erneuerbare Energien wie Solaranlagen und Windräder gedeckt werden könnte. Einen großen Einfluss auf die sogenannte Lastkurve im Verlaufe des Tages wird nicht gesehen. Die Spitzenleistung, die das Netz zur Verfügung stellen müsse, werde vermutlich nur um fünf Prozent im Jahr 2050 steigen. Im Jahr 2030 - bei einem angenommenen Marktanteil der Elektroautos von sieben Prozent - liege der Anstieg nur bei einem Prozent. Diese Anstiege werde das Stromnetz problemlos verkraften, heißt es.

Anders könnte es jedoch auf lokaler Ebene aussehen. Hier geht die Studie davon aus, dass viele Elektroautos abends nach Feierabend von den Haltern zu Hause aufgeladen werden. Dies könnte die Lastspitze am Abend deutlich in die Höhe treiben. Allerdings nicht überall. Das liege daran, dass der Anteil der Elektroautos sich nicht gleichmäßig über das Land verteile, sondern vermutlich in bestimmten städtischen oder vorstädtischen Gebieten konzentriere. Auch die Wyman-Studie geht von lokalen "E-Mobilitäts-Hotspots" aus, auf die sich die Netzbetreiber einstellen müssten.

Studie warnt vor Überlastung 
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bofhl 24. Aug 2018

Und dort wird aber dann auch zusätzlicher Strom benötigt! Aktuell bieten einige Märkte...

Eheran 20. Aug 2018

Quelle? Ein Haushalt ist in der Regel mit um die 50A auf 3 Phasen angeschlossen, das ist...

Eheran 19. Aug 2018

In der Studie geht es um eine Versorgung mit 100% erneuerbaren Energien. Da wir davon so...

Schnitzi 19. Aug 2018

Naja, weils halt zur Batteriealterung führt und damit zum früheren Batteriewechsel. Jetzt...

fft 19. Aug 2018

Ich finde es schade, dass man Studien, Diskusionen und Energiepolitik nicht echten...


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