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Stromspeicher: Deutschlands größter Batterieverbund geht ans Netz

Bei Leuna ist Deutschlands größter Batteriespeicherverbund eingeweiht worden. Er soll Strom aus Wind und Sonne flexibler nutzbar machen.
/ Przemyslaw Szymanski und dpa
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Batteriespeicherverbund von Münch Energie in Leuna/Krumpa im Saalekreis (Sachsen-Anhalt) (Bild: Münch Energie)
Batteriespeicherverbund von Münch Energie in Leuna/Krumpa im Saalekreis (Sachsen-Anhalt) Bild: Münch Energie

Deutschlands größter in Betrieb befindlicher Batteriespeicherverbund ist am 13. August bei Leuna/Krumpa eingeweiht worden. Das teilte(öffnet im neuen Fenster) Betreiber Münch Energie mit, der die Anlage gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) offiziell eröffnete.

Der Speicherverbund verfügt über eine Leistung von 250 Megawatt und kann derzeit rund 500 Megawattstunden Strom speichern. Noch in diesem Jahr soll die Speicherkapazität auf 800 Megawattstunden steigen.

Mit dieser Kapazität soll die Anlage vor allem Schwankungen bei erneuerbaren Energien ausgleichen. Der neue Speicher nimmt überschüssigen Wind- und Solarstrom auf und stellt ihn später wieder zur Verfügung, wenn die Nachfrage steigt. Dadurch sollen die Stromnetze entlastet und erneuerbare Anlagen seltener abgeregelt werden.

Überschüssigen Strom für später speichern

"Für diese Flexibilität sind Großspeicher der Schlüssel", sagte Schulze. Sachsen-Anhalt erzeuge bereits große Mengen Strom aus Sonne und Wind. Durch Speicher könne diese Energie stärker dann zur Verfügung stehen, wenn sie gebraucht werde. "Das stärkt die Versorgungssicherheit und macht unser Stromnetz stabiler."

Der Speicherverbund besteht aus fünf Teilanlagen und ist an mehrere eigens errichtete Umspannwerke angeschlossen. Nach Angaben von Münch Energie dauerte der Bau rund sechs Monate. Das Projekt sei vollständig privatwirtschaftlich und ohne staatliche Förderung finanziert worden.

Energieversorgung als Standortfaktor

Mario Münch, Gründer von Münch Energie, sieht in der Energieinfrastruktur einen wichtigen Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung. "Wo Strom günstig, sicher und grün ist, dorthin gehen die Investitionen", sagte er. Ziel sei es, die Region Leipzig/Halle zu einem Standort für langfristiges Wachstum zu entwickeln.

Ähnlich sieht es auch Schulze. Er zeigte sich überzeugt, dass Sachsen-Anhalt in den kommenden 10 bis 20 Jahren bei der wirtschaftlichen Stärke ins erste Drittel der Bundesländer kommen könne. Unternehmen investierten dort, wo sie verlässliche Energie zu vernünftigen Preisen bekämen.

Dementsprechend sind in Sachsen-Anhalt bereits weitere Investitionen in die Energieinfrastruktur geplant. In Förderstedt ist eine Anlage mit 300 Megawatt Leistung vorgesehen, die 2027 vollständig in Betrieb gehen soll. In Wittenberg soll 2028 ein Batteriepark mit 60 Megawatt Leistung und 190 Megawattstunden Speicherkapazität folgen.


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