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CPU und Mainboard bringen den Feinschliff

Bei der Prozessorwahl tun wir uns schwer. Generell lässt sich sowohl der Intel Core i9-13900K als auch der AMD Ryzen 9 7950X mit deutlich unter 100 Watt betreiben. Taktraten über 5 GHz auf einzelnen Kernen sind noch bis knapp unter 50 Watt möglich, danach reicht die Spannung nicht mehr aus. Auch dabei verlassen wir uns auf die automatische Takt-/Spannungskurve und stellen lediglich im UEFI das Powerlimit ein.

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Leider brauchen die Mainboards mit Z790- beziehungsweise X670E-Chipsatz mehr Strom, als uns lieb ist. Selbst mit einem auf 35 Watt limitierten Prozessor und einer Grafikkarte mit einer Gesamtleistungsaufnahme von 270 Watt braucht der komplette PC weiterhin über 420 Watt. Trotz Verlusten im Netzteil und bei Spannungswandlern ist uns das zu viel.

Wir weichen daher auf eine ohnehin in vielen Spielen weiterhin führende CPU aus, den Ryzen 7 5800X3D. Kompromisse müssen bei diesem Prozessor aus unserer Sicht weiterhin nicht wirklich eingegangen werden, sofern es um Computerspiele geht. Lediglich bei der Performance in Anwendungen hätten wir uns die Flexibilität und Rohleistung der Topmodelle gewünscht.

Nicht benötigte Komponenten abschalten

Im UEFI nehmen wir mehrere Einstellungen vor. Neben der Begrenzung des PPT auf 87 Watt, was dem AMD Eco-Mode für dauerhaft maximal 65 Watt entspricht, kann auch ein anderer Wert eingestellt werden. Bei 65 Watt PPT bleibt der Takt des Prozessors immer noch bei knapp 4 GHz in Spielen, wir haben daher den niedrigeren Wert genommen.

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Die GPU ist mit Abstand der größte Verbraucher. Insbesondere für den Desktop-Betrieb lohnt sich aber auch der Blick in die UEFI-Einstellungen. [1/2]

Die GPU ist mit Abstand der größte Verbraucher. Insbesondere für den Desktop-Betrieb lohnt sich aber auch der Blick in die UEFI-Einstellungen. [2/2]

Um die letzten paar Watt zu sparen, deaktivieren wir außerdem noch ein paar nicht benötigte Komponenten auf dem Mainboard. Der 2,5-GBit/s-LAN-Port wird aktuell nicht genutzt, wir schalten ihn daher ab und nutzen den zweiten Gigabit-Port. Da der PC per Kabel verbunden ist, deaktivieren wir außerdem WLAN. Gegenüber der Abschaltung in Windows wird dabei auch der Treiber nicht mehr geladen und somit Hintergrundlast reduziert.

Da in unserem System - und auch im privaten PC daheim - nur zwei NVMe-SSDs verbaut sind, schalten wir auch den SATA-Controller komplett ab. Kurz gesagt: Alle nicht benötigten Funktionen des Mainboards werden abgeschaltet, um ein paar Watt einzusparen. Zurück in Windows stellen wir in den Energieoptionen den maximalen Sparmodus für die PCIe-Verbindung ein.

Cyberpunk ist mit maximalen Einstellungen ein Extrembeispiel. Mit vernünftigen Einstellungen sind mehr als 60 Fps natürlich möglich, alternativ schafft DLSS Abhilfe. [1/1]

Viel Einsparung bei kaum Kompromissen bei der Rechenleistung

Im Ruhezustand zieht unser System nun statt 81 Watt nur noch 48 Watt aus der Steckdose. Allein im Desktop-Betrieb machen sich ein paar einfache Konfigurationen also durchaus bezahlt. Und in Cyberpunk kommen wir nun mit etwa 370 Watt aus, mit Spitzen bis knapp 400 Watt. Sämtliche Einstellungen sind in wenigen Minuten getroffen, und über Profile lässt sich sowohl im UEFI als auch in MSI-Afterburner in wenigen Sekunden volle Leistung aktivieren, sollten die letzten Prozente einmal gefragt sein.

Grundsätzlich können wir jedem interessierten Nutzer nur raten, sich die Einstellungen jeweils zumindest einmal anzusehen. Dauerhaft über 200 Watt weniger unter Last sowie immerhin knapp über 30 Watt im Ruhezustand ist über einen längeren Zeitraum bares Geld wert, der Umwelt tut es außerdem gut. Und was die Performance angeht, schlägt unser System weiterhin alle schwächeren Hardwarekombinationen, auch wenn diese unlimitiert laufen.

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