Stromschlaggefahr: Viele LED-Lampen sind nicht richtig isoliert

Das NDR-Magazin Panorama 3(öffnet im neuen Fenster) hat stichprobenartig die Sicherheit von LED-Lampen getestet. Dabei haben sechs von sieben Lampen im Sicherheitstest des Verbandes der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik(öffnet im neuen Fenster) (VDE) versagt: Die sicherheitsrelevanten Kriterien konnten nicht erfüllt werden.
Mangelhafte Isolierung birgt Stromschlaggefahr
Bei den betroffenen Lampen sind netzstromführende Kabel und Bauteile nicht ausreichend isoliert – im Ernstfall können Nutzer also einen Stromschlag bekommen, da Metallteile des Gehäuses unter Strom stehen. Es handelt sich dabei um eine Lampe mit Schraubsockel, eine Unterbauleuchte sowie Ersatzlampen für Halogenstäbe.
Alle untersuchten Lampen tragen das CE-Siegel, das eigentlich die Einhaltung europäischer Richtlinien zur Produktsicherheit bestätigt. Panorama 3 hat versucht, die für die Produktsicherheit verantwortlichen Händler und Importeure zu finden, was sich bei einigen der Lampen als schwierig herausstellte. Bei insgesamt vier Produkten sitzen die Verantwortlichen in China und waren nicht lokalisierbar.
Zwei Unternehmen haben Lampen zurückgerufen
Die Namen zweier verantwortlicher Importeure standen auf den Lampen selbst: Chilitec und Elba Electronic. Beide Unternehmen haben Panorama 3 zufolge die betroffenen Lampen mittlerweile aus dem Verkauf genommen und Rückrufaktionen gestartet.
Einige der Lampen wurden bei Händlern auf Ebay gekauft. Panorama 3 zufolge teilte das Verkaufsportal dem Magazin mit, dass man die Händler informiert habe, um die Käufer zu warnen und die Lampen zurückzurufen. Amazon erklärte Panorama 3, dass verbotene Produkte aus dem Angebot entfernt würden.