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Stromnetz: Netzengpass begrenzt Wachstum des Europa-Parks

Der Europa-Park in Rust soll weiter wachsen. Doch neue Attraktionen und mehr Elektrifizierung erhöhen den Druck auf das regionale Stromnetz.
/ Przemyslaw Szymanski
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Der Haupteingang des Europa-Parks in Rust (Symbolbild) (Bild: ROMEO BOETZLE/AFP via Getty Images)
Der Haupteingang des Europa-Parks in Rust (Symbolbild) Bild: ROMEO BOETZLE/AFP via Getty Images

Im Ortenaukreis in Baden-Württemberg werden die Netzkapazitäten für neue Großverbraucher knapp. Die bestehende Stromversorgung ist zwar gesichert, für zusätzliche Industrieanlagen, Ladeparks oder größere Erweiterungen fehlt aber zunehmend Leistung im Netz. Betroffen sind vor allem Leistungsanfragen oberhalb von einem Megawatt, wie E-Werk Netze mitteilt(öffnet im neuen Fenster).

Ursache ist ein stark gestiegener Bedarf an neuen Anschlüssen. Seit 2024 hat sich die Lage deutlich verschärft. Allein schon die Anfragen im Jahr 2025 entsprachen laut einem Bericht des SWR(öffnet im neuen Fenster) rund 50 Prozent der aktuellen regionalen Spitzenleistung.

Für Privathaushalte hat der Engpass zunächst kaum Folgen. Hausanschlüsse, Wärmepumpen und Wallboxen können weiterhin realisiert werden. Einschränkungen gibt es vor allem bei größeren Gewerbe- und Industrieprojekten sowie bei Schnellladeparks für Elektroautos und E-Lkw.

Europa-Park braucht mehr Strom für weiteres Wachstum

Beim Europa-Park macht sich die begrenzte Netzleistung vor allem mit Blick auf künftige Erweiterungen bemerkbar. Der bereits angekündigte Weltraum-Themenbereich kann zwar unabhängig davon umgesetzt werden. Für weitere Investitionen am Standort Rust wird die verfügbare elektrische Leistung jedoch zunehmend zu einem Faktor.

Dazu trägt auch die Elektrifizierung des Parks bei. So sollen künftig mehr Autos und Busse vor Ort geladen werden können, außerdem ist ein stärkerer Einsatz von Wärmepumpen geplant. Gleichzeitig will der Europa-Park seine Anlagen weiter ausbauen. Entsprechend erklärte der Betreiber: "Eine langfristig leistungsfähige und zukunftssichere Energieinfrastruktur ist für die weitere Entwicklung des Standorts von großer Bedeutung."

Parallel setzt der Europa-Park bereits auf eigene Energieerzeugung. Neben Photovoltaik und Blockheizkraftwerken gehört dazu ein Wasserkraftwerk an der Elz. Als weitere Möglichkeit werden Batteriespeicher untersucht. Zusätzliche Erzeugung und Speicher können die Auswirkungen des Engpasses zwar abfedern, zusätzliche Kapazität im übergeordneten Stromnetz schaffen sie jedoch nicht.

Netzausbau dauert bis in die 2030er Jahre

Entscheidend ist deshalb der Ausbau des übergeordneten Stromnetzes. Die Engstelle liegt im 110-Kilovolt-Hochspannungsnetz. Eine bestehende 220-kV-Leitung soll auf 380 kV aufgerüstet und damit leistungsfähiger werden. Zusätzlich prüfen die Netzbetreiber eine weitere Möglichkeit: Das regionale Netz könnte direkt an das 380-kV-Höchstspannungsnetz angebunden werden.

Eine schnelle Lösung ist trotzdem nicht zu erwarten. Im Raum Lahr sollen ab 2032 erste Verbesserungen spürbar sein, der vollständige Ausbau ist zwischen 2035 und 2037 vorgesehen. Bis dahin müssen größere Anschlussanfragen stärker gesteuert und verfügbare Kapazitäten gezielter vergeben werden.


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