Mainova gibt sich entspannt
"Die NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH als Netztochter der Mainova AG sieht keine Gefahr für die Netzstabilität bei möglichen Abschaltungen von Rechenzentren" , teilte das Unternehmen mit. Auf die Frage, ob sich das durch die Inbetriebnahme größerer Anlagen ändern könnte, hieß es schlicht: "Rechenzentren mit mehreren 100 MVA Leistung sind uns derzeit nicht bekannt." Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle: Das Rechenzentrum der Schwarz Gruppe in Lübbenau wird mit einer Anschlussleistung von zunächst rund 200 Megawatt geplant. Offenbar gibt es in der Region Frankfurt keine vergleichbaren Pläne.
Mainova räumte zumindest ein, in kontinuierlichem Kontakt mit den Rechenzentrumsbetreibern zu stehen. "Beginnend von der Voranfrage über die Planung bis hin zum Betrieb. In der Regel sind die Rechenzentrumsbetreiber mit einer hochverfügbaren Notstromversorgung ausgestattet" , hieß es weiter. Das Verhalten bei Stromabschaltungen sei im Energiewirtschaftsgesetz geregelt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass derzeit oder in absehbarer Zeit von einer Massenabschaltung von Rechenzentren noch keine Gefahr für die Netzstabilität in Deutschland ausgehen dürfte. Dazu dürften die Anschlussleistungen selbst in der Region Frankfurt noch zu klein sein. Zudem scheinen sich Netz- und Rechenzentrenbetreiber auf solche Szenarien vorzubereiten. Bleibt zu hoffen, dass möglichst selten Netzfehler auftreten, die dann "durchfahren" werden müssen.
- Anzeige Hier geht es zu Erneuerbare Energien und Klimaschutz bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



