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Stroke the Animal: 325.000 Euro Umsatz mit einfachen PS5-Trophäen

Endlich eine Platin-Trophäe auf der PS5: Diesen Wunsch erfüllt die Stroke-Sammlung. Der Entwickler verdient mit wenig Arbeit sehr viel Geld.

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Gewinner des 2019 Fortnite World Cup (Bild: JOHANNES EISELE/AFP via Getty Images)

Immerhin: Für sein erstes Spiel Stroke the Dog arbeitete der Entwickler TJ Gardner sieben oder acht Stunden. Für die neueren Kreation wie Stroke the Beaver, Stroke the Fish und die Sammlung Stroke the Animals benötigte Gardner nur noch um die 30 Minuten. Der Einsatz hat sich gelohnt: In den vergangenen Jahren haben die Titel rund 325.000 Euro umgesetzt.

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Das schreibt die britische Zeitung The Guardian in einer längeren Reportage über TJ Gardner. Der Entwickler habe davon nach Abzug der Provisionen rund 250.000 Euro erhalten.

Die Anwendungen gibt es im Playstation Store, in Deutschland kosten sie derzeit rund 2,80 Euro. Um Spiele in irgendeinem engeren Sinn handelt es sich nicht: Die Anwender sehen ein Standbild des jeweils aktuellen Tieres, etwa einer Schildkröte. Dann muss man einfach nur immer wieder die X-Taste drücken, um Trophäen inklusive Platin am Ende freizuschalten.

Das ist in den allermeisten klassischen Games nur mit teils extremem Aufwand schaffbar: Platin ist normalerweise die Trophäe, die man bekommt, wenn alle anderen Erfolge freigeschaltet sind. In vielen Spielen benötigen auch erfahrene Trophäenjäger dafür viele Dutzend, teils Hunderte Stunden.

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Stroke the Hamster: Kaum Rückerstattungen

In den Stroke-Spielen von Gardner geht das sehr viel einfacher. Sony hatte einige der Anwendungen zusammen mit ähnlichen vor einiger Zeit aus dem Playstation Store entfernt, viele der Titel dann aber gegen Ende 2023 wieder zugelassen – Gründe wurden jeweils nicht genannt.

An Beschwerden kann es nicht gelegen haben: Gardner sagt, dass von den 11.105 Käufern von Stroke the Hamster gerade mal zehn eine Rückerstattung verlangt hätten. Wer ein solches Programm kauft, dürfte schlicht genau wissen, worum es geht.

Garner sagt, dass er mit den Einnahmen seine junge Familie finanziert. Außerdem baut er laut The Guardian eine eigene Webseite namens Gameachievements.net, mit der man Erfolge über mehrere Plattformen hinweg sammeln könne.