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Strihl: Straßenleuchten-Wartung mit Drohnen

Light + Building
Das schwedische Unternehmen Strihl will Drohnen verwenden, um die Leuchtmittel einer Straßenleuchte auszutauschen. Strihl hat eine Mechanik entwickelt, die mit bestehenden Leuchten kompatibel ist.
/ Andreas Sebayang
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Die Drohne mit der Fassung zur Montage neuer Leuchtenköpfe (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die Drohne mit der Fassung zur Montage neuer Leuchtenköpfe Bild: Martin Wolf/Golem.de

Der Aufwand für den Austausch eines Leuchtmittels bei Straßenleuchten soll vereinfacht werden. Statt aufwendig mit einem Hubsteiger an die Straßenlaternen von früher zu fahren und erstmal mehrere Meter nach oben zu fahren, sollen das in Zukunft Drohnen erledigen. So ist zumindest die Zukunftsvision des schwedischen Unternehmens Strihl, das sein Konzept auf der Licht- und Gebäudemesse Light + Building in Frankfurt am Main vorgestellt hat. In Zukunft soll das Service-Personal nur noch mit einer Drohne in die Nähe der Leuchte fahren und erledigt sonst alles per Fernsteuerung.

Strihl wechselt Leuchtmittel per Drohne (Light and Building 2018)
Strihl wechselt Leuchtmittel per Drohne (Light and Building 2018) (01:04)

Strihl nutzt dabei eine Matrice-Drohne von DJI. Die Drohne kann selbst mit mehreren Kilogramm Last immer noch zwischen 15 und 20 Minuten fliegen. Zur Last gehört allerdings auch eine Demontage-/Montage-Vorrichtung. Mit dieser Vorrichtung fliegt die Drohne auf die Straßenleuchte und setzt sich mit einer Art umgedrehten Korb auf das Leuchtmittel. Der Korb besitzt eine Mechanik, um die Klammerung des Leuchtmittels zu lösen. Anschließend startet die Drohne wieder und bringt den Kopf der Leuchte zum Boden. Dort wird dann ein neues Leuchtmittel eingehangen, anschließend nach oben transportiert und oben wieder mit der Klammerung festgemacht. Laut Hersteller lässt sich der Vorgang im Minutenbereich durchführen. Zum Vergleich benötigt alleine das Bereitmachen eines Hubsteigers oft mehr Zeit. Auch die Fahrt nach oben ist nicht mit der Steigleistung einer Drohne vergleichbar.

Strihls Lösung bietet sich für die eigenen kompatiblen Leuchten der vergangenen Jahre an. Auf der Messe sagte man uns, dass die Fassung schon länger im Einsatz ist. Die Lösung soll vor allem interessant sein, wenn die LED-Module auf der Straßenleuchte ein Upgrade benötigen, wie beispielsweise die Installation von Mobilfunkmodulen, Sensoren oder WLAN auf der Leuchte. Der Austausch von Lechtmitteln nach Defekt ist natürlich auch eine Option. Aufgrund der Lebensdauer von LED-Beleuchtung dürfte das auch noch nicht allzu relevant sein.


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