IMHO: "Lasst Twitter in Ruhe!"

Twitter verschärft seine API-Richtlinien. Das widerspreche allem, was den Dienst bisher ausgemacht habe, meint der Londoner Blogger und Webentwickler Adrian Short. Lasst Twitter in Ruhe, fordert er das Unternehmen auf.

Artikel veröffentlicht am , Adrian Short
Twitter will besser wissen, was die Nutzer wollen.
Twitter will besser wissen, was die Nutzer wollen. (Bild: AFP/Getty Images)

Lies tausend Artikel über Twitter, und sie erzählen alle das Gleiche.

Inhalt:
  1. IMHO: "Lasst Twitter in Ruhe!"
  2. Und warum? Im Namen der Vereinheitlichung.

Das Tolle an Twitter sei dessen Kürze und weil es dadurch das Wesentliche hervorhebt, steht dort. Das stimmt. Die Beschränkung auf 140 Zeichen pro Nachricht hat den gleichen Effekt wie eine SMS. Es führt zu kurzen Unterhaltungen und genauen Angaben.

Twitter, so wie es heute ist, sei aus dem Nutzerverhalten entstanden und nicht von irgendwem geformt, steht in den Artikeln. Die @-Funktion, die Retweets und die Hashtags sind der beste Beweis. Das sind alles Ideen der Nutzer, die erst nach und nach entstanden sind. Die Suchfunktion zum Beispiel kommt von einer unabhängigen Firma, die diese Idee dazu hatte. Die Twitter-Entwickler mussten die Ideen lediglich umsetzen.

Twitter werde vorrangig dazu benutzt, mit anderen Menschen zu kommunizieren, wirst du in den Beiträgen lesen. Denn Twitter sei ein soziales Netzwerk. Und da steht auch: Twitter sei die Reduktion auf das Wesentliche. Auch das stimmt. Denn Twitter bietet nur die notwendigsten Funktionen, um Unterhaltungen zu ermöglichen.

Das war's. Wer bitteschön braucht noch mehr?

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Ich kann die Ankündigung von Twitter nicht nachvollziehen, eine einheitliche Twitter-Erfahrung bieten zu wollen, denn sie widerspricht allem, wofür Twitter stand und was den Dienst ausgezeichnet hat. Bisher kamen wir mit 140 Zeichen aus. Plötzlich sollen wir "interaktive Erfahrungen" und "gehaltvollere Geschichten" wollen?

Plötzlich wird Twitters feines Gehör für sich abzeichnende Trends mit einem Megafon beschallt. Bisher wussten die Nutzer, was sie wollten. Jetzt will Twitter es besser wissen.

Stand Twitter bisher für Unterhaltungen innerhalb eines Netzwerkes, wird es nun hauptsächlich als eine Linkschleuder für andere Webseiten genutzt. Twitter war einmal der Platz, an dem seine Nutzer regierten. Jetzt regiert dort offenbar das Geld.

In Twitters Ankündigung heißt es, dass das Unternehmen "strengere Regeln einführen will, wie sein API genutzt wird". Ganz ehrlich, für mich klingt das so, als ob die von Twitter ohnehin schon eingeschränkten Entwickler jetzt aktiv daran gehindert werden sollen, eigene Clients zu entwickeln.

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Und warum? Im Namen der Vereinheitlichung. 
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Bankai 04. Jul 2012

Ich gebe dir recht, aber... ...das kann ich nun wirklich nicht so stehen lassen. Die...

Gu4rdi4n 04. Jul 2012

Wenn du das in deinen Lebenslauf schreibst, sehe ich schwarz für dich!

Himmerlarschund... 04. Jul 2012

Führst du da dann die gleichen Selbstgespräche wie hier?

zaephyr 04. Jul 2012

Wer hat es überhaupt jeher gebraucht?



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