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Streit über Qualitätsmängel: Tesla stoppt Model-3-Lieferungen an Nextmove

Die Autovermietung Nextmove sieht sich als Vorreiter für die Elektromobilität. Doch ein Großauftrag für 100 Tesla Model 3 scheiterte an zu vielen Mängeln bei den Neuwagen.

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Nicht bei jedem Model 3 fallen die Türen gut ins Schloss.
Nicht bei jedem Model 3 fallen die Türen gut ins Schloss. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Der Leipziger Elektroauto-Vermieter Nextmove kann seinen Fuhrpark nicht wie geplant mit 100 Fahrzeugen von Teslas Model 3 aufstocken. Nach Angaben von Firmenchef Stefan Moeller stornierte der US-Elektroautohersteller die Bestellung, nachdem es zum Streit über die Mängelbeseitigung an den bereits gelieferten 15 Fahrzeugen gekommen war. Nur jedes vierte habe keinen Mangel aufgewiesen, teilweise seien die Fahrzeuge sogar nicht verkehrstüchtig gewesen. "Tesla ist offenbar in der Servicehölle angekommen", sagte Moeller.

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Nextmove hat demnach versucht, mit Tesla einen Prozess zur mangelfreien Übergabe und zur termingerechten Reparatur der Fahrzeuge zu vereinbaren. Damit wollte die Autovermietung Stornierungen von Langzeit-Mietverträgen vermeiden. Doch am Ende habe Tesla per E-Mail mitgeteilt, die restliche Bestellung von 85 Model 3 im Wert von 5 Millionen Euro zu stornieren, wenn Nextmove nicht das übliche Verfahren bei Bezahlung und Abholung einhalte. Ein Tesla-Sprecher sagte hingegen dem Wirtschaftsdienst Bloomberg, dass Nextmove die Bestellung gekündigt habe.

Gefährliche Mängel

Zu den Fahrzeugmängeln gehörten laut Moeller defekte Reifen, Lack- und Karosserieschäden, defekte Laderegler, falsche Kabelbäume oder fehlende Notruftasten. Solche Qualitätsmängel hätten die Sicherheit der Kunden und die Wirtschaftlichkeit von Nextmove gefährdet. "Das alles zeigt, dass Tesla in einer Servicehölle steckt, nachdem zumindest die Produktionshölle überwunden scheint. Man ist nicht gewillt oder nicht in der Lage, einem großen Flottenbetreiber wie uns Fahrzeuge ohne gravierende Mängel zu übergeben", sagte Moeller.

Ein weiteres Problem: Tesla habe mehrfach versucht, Autos als Neufahrzeuge zu verkaufen, die bereits auf eine Person zugelassen gewesen seien. "Die Akzeptanz dieser Model 3 hätte zur Folge gehabt, dass Nextmove weder eine BAFA-Förderung hätte in Anspruch nehmen noch die Umsatzsteuer als Vorsteuer beim Finanzamt hätte geltend machen können", schreibt das Unternehmen. Laut Tesla wurde dieses Problem durch mehrfach vergebene Fahrzeugidentifikationsnummern verursacht und inzwischen beseitigt.

"Bestes Elektroauto der Welt"

Trotz der Probleme hält Moeller das Model 3 weiterhin "für das derzeit beste Elektroauto der Welt". Zudem zeigt er Verständnis dafür, dass "Tesla größte Herausforderungen bewältigen musste, weil zeitgleich in Europa und China mit den Auslieferungen begonnen wurde". Dennoch müssten seiner Ansicht nach inzwischen Prozesse etabliert worden sein, "die es möglich machen, nicht nur jedes vierte Fahrzeug ohne Mängel zu übergeben".

Golem.de hat das Model 3 sowohl in den USA als auch in Deutschland getestet. Bei beiden Fahrzeugen fiel uns auf, dass die Fahrzeugtüren nicht richtig ins Schloss fielen. Weitere offensichtliche Qualitätsmängel wiesen die Fahrzeuge hingegen nicht auf. Das Model 3 ist seit Februar 2019 in Deutschland erhältlich. Seitdem wurden mehr als 5.800 Exemplare zugelassen.

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norbertgriese 21. Aug 2019

Das soll der Chef vom kaum vorhandenen Tesla Service und damit Ansprechpartner von...

bernd71 20. Aug 2019

Die Prämie ist dazu bestimmt E-Autos auf die Straße zu bringen. Von privaten Autos war...

DeepSpaceJourney 19. Aug 2019

Dann solltest du das vielleicht auch so ausschreiben. In dem USA ist es ja kein Problem...

thinksimple 19. Aug 2019

Meistens sind es bei den Herstellern 10 Jahre nach Auslauf der Modellreihe. Nicht nur...

bofhl 19. Aug 2019

.. was auch daran liegt, dass Tesla alles selbst macht und daher schlicht nicht genug...


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