Streit um Nutzungsbedingungen: "Apple-Steuer" soll Cloudgaming auf iOS erschweren

Microsoft hat bei der britischen Wettbewerbsbehörde CMA (Competition and Markets Authority) mehrere Beschwerden eingereicht(öffnet im neuen Fenster) . Trotz vorheriger Änderungen sieht Microsoft noch immer unfaire Hindernisse, um die Xbox-Cloud-Gaming-App im iOS-App-Store zu den gleichen Konditionen anzubieten wie auf anderen Plattformen.
Apple erlaubt es nicht, aus der App heraus auf eine Webseite zu verlinken, auf der die in der App nutzbaren und kostenpflichtigen Angebote angeboten werden. Zudem müssen alle Funktionen und Abonnements auch in der App selbst angeboten werden. Ein Zwang zur Nutzung der Webseite wird dadurch verhindert.
Da Apple eine Gebühr von 30 Prozent für alle Käufe in seinem App Store erhebt, entgeht Microsoft gegenüber dem Verkauf über einen eigenen Shop fast ein Drittel der Einnahmen. Alternativ kann Microsoft die Dienste im App Store entsprechend teurer anbieten, was den Clouddienst aber weniger attraktiv macht.
CMA-Bericht soll den Anstoß für Änderungen geben
Die CMA will im November einen Bericht über den Markt für mobile Browser- und Cloudgaming-Dienste vorlegen. Die Behörde kann dann Änderungen vorschlagen, die als Vorlage für Gesetze zur Regulierung dienen können. Erst durch Druck der Regulierungsbehörden ließ Apple Cloudgaming-Dienste im Januar 2024 erstmals im App Store zu.
Apple wies die Vorwürfe zurück und äußerte Unverständnis darüber, dass Microsoft trotz proaktiver Kontaktversuche nicht einmal den Dialog gesucht habe. Mit den beiden Hauptkritikpunkten ist Microsoft allerdings nicht alleine. Am bekanntesten dürfte der Streit zwischen Apple und Epic Games sein, bei dem es unter anderem um die gleichen Beschränkungen geht.



