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Streit um Axanar: Für Star-Trek-Fanfilm könnte es eng werden

Die Macher des Star-Trek-Fanfilms Axanar sind vom Rechteinhaber Paramount/CBS wegen Copyright-Verletzungen verklagt worden - und haben im Gegenzug eine Auflistung der Verstöße verlangt. Dass die Antwort darauf so deutlich ausfallen würde, hatte das Axanar-Team wohl nicht erwartet.

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Für Paramount und CBS wohl zu nah am Original: eine Szene aus dem Star-Trek-Fanfilm Axanar
Für Paramount und CBS wohl zu nah am Original: eine Szene aus dem Star-Trek-Fanfilm Axanar (Bild: Axanar)

Im Rechtsstreit zwischen dem Star-Trek-Rechteinhaber und -verwalter Paramount/CBS und den Machern des unabhängigen Fanfilms Axanar gibt es neue Entwicklungen: In einer 48-seitigen Schrift haben die Anwälte von Paramount und CBS detailliert dargelegt, in welchen Fällen und auf welchen Ebenen der Produzent Alec Peters und sein Team gegen das Urheberrecht verstoßen haben.

Axanar-Team wollte Details - und hat sie bekommen

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Vorausgegangen war eine Klageentgegnung von Peters' Anwälten, die damit im Februar 2016 auf die Klage vom Dezember 2015 reagierten. In der Schrift vom Februar forderten die Axanar-Macher Paramount und CBS auf, genau darzulegen, in welchen Fällen das Team gegen das Urheberrecht verstoße. Zum anderen sollte genau erklärt werden, welche Bestandteile von Star Trek Paramount gehören, und welche CBS. Die Taktik war offenbar, das Franchise als so weitläufig darzustellen, dass eine genaue Zuordnung der Copyright-Verletzungen unmöglich sei.

In einem dritten Punkt argumentierten die Axanar-Anwälte, dass Paramount und CBS ein Projekt verklagen würden, das noch nicht fertig sei - die Gründe für die Klage könnten sich bis zur Fertigstellung des Fanfilms noch ändern. Mit ihrer Antwort haben Paramount und CBS dem Vorstoß der Axanar-Macher jedoch einen herben Dämpfer verpasst; für das Projekt könnte es jetzt tatsächlich eng werden.

Paramount/CBS listet Urheberrechtsverstöße detailliert auf

Nach einer kurzen Einführung mit einem Überblick über die bisher von Paramount und CBS produzierten Star-Trek-Serien und -Filme listen deren Anwälte auf über 30 Seiten detailliert auf, in welchen Fällen Peters und sein Team geschützte Elemente von Star Trek verwendet haben. Dabei zeigt sich, dass der Umfang verglichen mit anderen Fanfilmen deutlich größer ist; das liegt vor allem am Grad der Professionalisierung von Axanar. Per Crowdfunding wurde mehr als eine Million US-Dollar gesammelt, um den Film zu realisieren.

Neben direkt übernommenen Figuren wie Garth von Izar und dem aus Star Trek: Enterprise bekannten vulkanischen Botschafter Soval sind die in Axanar verwendeten Uniformen, Raumschiffe, Schauplätze, Make-ups und sogar Planeten tatsächlich sehr nah an den Originalen angelehnt - im direkten Bildvergleich könnte man auch sagen: kopiert. Dazu kommen noch Details wie Abzeichen, Logos oder Elemente wie die Sternzeit, Dilithium, Phaser und verschiedene politische Gremien der verschiedenen Rassen.

Axanar könnte an seiner Professionalität scheitern

Zwar hatten auch in der Vergangenheit Fanfilme einige dieser Punkte aufgegriffen, jedoch nie in einer derartigen Professionalität - anders gesagt: Bisher sah ein Fanfilm nie so gut aus wie das, was bereits von Axanar zu sehen ist. Besonders gut ist dies anhand einer ersten veröffentlichten Szene, der "Vulcan Scene", sichtbar gewesen, die mittlerweile auf Youtube nicht mehr öffentlich verfügbar ist. Angesichts des diesjährigen Kinostarts des neuen offiziellen Star-Trek-Films und der für 2017 angekündigten neuen Serie könnte Paramount/CBS die Konkurrenz schlicht zu viel sein.

Die Paramount/CBS-Anwälte nehmen sich am Ende der aktuellen Schrift auch das Argument vor, dass Axanar ja noch nicht fertig und eine Klage daher verfrüht sei. Dabei präsentieren sie einen für Peters und sein Team etwas peinlichen Beweis: Am 15. August 2015 zeigte Peters auf der Facebook-Seite des Projektes ein Foto mit der Nachricht, dass das Script für den Film lektoriert und fertig sei. Ob das Axanar-Team diese Aussage glaubhaft entkräften kann, ist fraglich.

150.000 US-Dollar pro verletztem Star-Trek-Werk

Letztlich fordern die Anwälte von Paramount und CBS das Gericht auf, die Urheberrechtsverletzung festzustellen und für jedes verletzte Star-Trek-Werk eine Strafe von bis zu 150.000 US-Dollar festzusetzen. Eine frühere Aussage von Alec Peters könnte dem Axanar-Projekt letztlich sehr schaden: Am 1. Februar 2016 soll Peters in einem Interview gesagt haben, dass Axanar die Urheberrechte von CBS weniger verletze als andere Fanfilme - was im Grunde einem Schuldeingeständnis gleichkommt. Für Axanar könnte es daher tatsächlich eng werden.

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Neuro-Chef 16. Mai 2016

"Overpowerung" ist ein schönes Wort dafür! Dabei hat doch gerade bei Stargate eine...

danielcw 26. Mär 2016

Keine Ahnung, ob es explizit erlaubt war, aber man geht halt nicht dagegen vor. Das...

Trockenobst 17. Mär 2016

Schau dir mal den Star Trek Renegades Trailer an. Tim Russ hat hier viel Geld in Special...

ManMashine 16. Mär 2016

Und OB Das ok für mich wäre!!!! ALLES tausendmal besser als das dauer-mittelmaß wie...

Bassa 16. Mär 2016

Das ist vermutlich das Hauptproblem. Schätze mal, die haben es einfach versaut.


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