Streit um autonomes Fahren: Tesla-Test mit Kindern von Youtube gelöscht

Youtuber wollten beweisen, dass der Tesla Model 3 für Kinder bremst. Die Plattform hat das Video nun entfernt.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
Bitte nicht nachmachen.
Bitte nicht nachmachen. (Bild: Whole Mars Catalog)

Im August 2022 sorgte ein Werbevideo für Diskussionen über die Sicherheit von Teslas autonomen Fahrsystemen im Model 3. Ein Video, das die Behauptungen im Selbstversuch zu widerlegen versuchte, wurde nun von Youtube gelöscht, wie CNBC berichtet. Der Grund: ein Verstoß gegen die Community-Richtlinien.

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Das Video von Whole Mars Catalog zeigte mehrere Tests in einem Wohngebiet, bei dem die Betreiber des Kanals beweisen wollen, dass die Sensoren des Model 3 sehr wohl Kinder erkennen. Dabei nutzen sie Dummys, aber auch echte Kinder und erwachsene Personen, die vor dem Tesla die Straße überqueren. Der Wagen verweigert in dem Video, das auf Twitter noch zu sehen ist, die Fahrt beziehungsweise bremst ab.

Dass auch Kinder am Test beteiligt waren, gab Youtube den Anlass zur Löschung des Videos. "Youtube erlaubt keine Inhalte, die Minderjährige bei gefährlichen Aktivitäten zeigen oder Minderjährige zu gefährlichen Aktivitäten ermutigen", sagte eine Sprecherin der Video-Plattform. Bei der Überprüfung habe man festgestellt, dass die Videos gegen Youtubes Richtlinien "für schädliche und gefährliche Inhalte verstoßen, weshalb wir die Inhalte entfernt haben." Der Fahrer im Testvideo versichert, er habe jederzeit die Kontrolle über den Wagen gehabt und würde Teslas FSD-System "das Leben meiner Kinder anvertrauen".

Umstrittene Kampagne gegen Teslas Autopiloten

Der Streit um die Erkennung von Kindern im Straßenverkehr geht auf eine Werbekampagne der Lobbygruppe The Dawn Project zurück. Diese setzen sich laut eigenen Aussagen dafür ein, "unsichere Software aus sicherheitskritischen Systemen zu verbannen, die von militärischen Hackern ins Visier genommen werden könnten". Die erste Kampagne richtet sich allerdings gegen Tesla und ihr autonomes Fahrsystem, das die Gruppe auch ohne Eingriffe von außen als gefährlich einschätzt. Bereits im Januar 2022 veröffentlichte das Dawn Project eine ganzseitige Anzeige in der New York Times, die vor Teslas Software warnt.

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Der Gründer des Dawn Project, Dan O'Dowd, ist auch CEO von Green Hills Software, ein Unternehmen, das selbst Software für die Automobilindustrie entwickelt - darunter auch Produkte, die autonomes Fahren ermöglichen. Verteidiger von Tesla, darunter die Betreiber von Whole Mars Catalog, werfen dem Dawn Project daher einen Interessenkonflikt vor. Der Youtube-Kanal von Whole Mars Catalog hat 15.500 Abonnenten und veröffentlichte über die letzten Monate dutzende Videos von Fahrten mit Teslas Full-Self-Driving-Technologie.

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wasdeeh 29. Aug 2022 / Themenstart

Du meinst "Exhibit A" im Anhang des Affidavit?

yumiko 23. Aug 2022 / Themenstart

Solange es sicherer ist als ein menschlicher Fahrer ist das doch schon mal ein Anfang.

Jokovic 22. Aug 2022 / Themenstart

Musk lässt doch dauernd durch seine Aktionen Kurse anderen Unternehmen fallen.. Also...

Fudanti 22. Aug 2022 / Themenstart

Es ist doch ganz einfach: Wenn die Testergebnisse was taugen würden und wissenschaftlich...

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