Streit mit Spotify: Apple ficht Milliardenstrafe an
Apple wehrt sich gegen eine Strafe in Höhe von 1,8 Milliarden Euro, die die EU-Kommission Anfang März 2024 gegen das Unternehmen verhängt hat . Das berichtet Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) .
Grund für die Strafzahlung sind Beschränkungen in einem Zeitraum von fast zehn Jahren, die App-Entwickler daran hinderten, alternative und preiswertere Musikabos zur Verfügung zu stellen.
Hintergrund ist ein seit Jahren schwelender Streit zwischen Apple und Spotify, das bereits 2019 eine Beschwerde bei der EU einreichte. Wie in anderen vergleichbaren Rechtsstreitigkeiten geht es Spotify um die Gebühren, die Apple aufgrund seiner exklusiven Zahlungsabwicklung einbehält. Seit 2016 können Nutzer daher in der Spotify-App für iOS keine Abos mehr abschließen.
Die EU-Kommission hielt in ihrer Entscheidung fest, "dass Apple es Entwicklern von Musikstreaming-Apps untersagt, iOS-Nutzer umfassend über alternative, billigere Musikabonnements zu informieren, die außerhalb der App verfügbar sind, und Hinweise dazu zu geben, wie solche Angebote abonniert werden können" .
Apple hatte Einspruch angekündigt
Mit dem Einspruch gegen die Strafzahlung wurde gerechnet. Apple kritisierte nach der Verkündung seitens der EU das Urteil und erklärte, dass "die Faktenlage" die Entscheidung "nicht stützt" . Das Unternehmen warf der EU-Kommission zudem vor, mit der Entscheidung nur den damals kurz bevorstehenden DMA-Regeln (Digital Markets Act) vorzugreifen.
Die EU bezog sich in ihrer Begründung aber explizit auf die vergangenen Jahre und sprach angesichts der Höhe der Strafe auch von "Abschreckungszwecken" . Apple musste im Zuge des DMA Hinweise auf Abos und Zahlungen außerhalb der App erlauben, verlangt aber weiterhin Gebühren. Kurz nach Verhängung der Strafe beklagte Spotify sich darüber, dass Apple ein Update mit Informationen zu alternativen Zahlungen zurückhalte .
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