Streit mit Satiremagazin: Google sperrt Titanic-App wegen Papst-Titelbild

Das Satiremagazin droht damit, die Titanic-App dauerhaft aus dem Play Store zu entfernen.

Artikel veröffentlicht am ,
Wegen dieser Papst-Karikatur liegt das Titanic-Magazin mit Google im Streit.
Wegen dieser Papst-Karikatur liegt das Titanic-Magazin mit Google im Streit. (Bild: Titanic)

Streit zwischen Google und dem Satiremagazin Titanic: Titanic droht damit, die App zum Lesen des Satiremagazins dauerhaft aus dem Play Store zu entfernen. Derzeit ist die App durch Google blockiert, die Blockade passierte kurz vor Erscheinen des aktuellen Heftes 2/2021. Titanic will erreichen, dass die App von Google wieder freigegeben wird. Bisher hat das Satiremagazin damit keinen Erfolg.

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Nach Angaben der Titanic ist der Grund für den Streit das Cover der Titanic-Ausgabe vom Dezember des vergangenen Jahres. Es ist in Form einer Zeichnung gestaltet und zeigt eine Zeichnung des aktuellen Papstes Franziskus mit einem Kruzifix im Hinterteil. Hinter dem Papst ist ein gezeichneter Jesus mit entblößtem Geschlechtsteil zu sehen. In der Sprechblase des Papstes steht geschrieben: "Mon Dieu!", was übersetzt Mein Gott bedeutet. In der Sprechblase von Jesus steht geschrieben: "Denkst du wieder an ihn?".

In einer aktuellen Pressemitteilung zeigt das Satiremagazin das Titelbild, an dem sich Google gestört hat. Nach Angaben von Titanic gab es vom Verlag sofort einen Widerspruch bei Google, der aber bisher keinen Erfolg brachte. Google verlangt die Entfernung des Coverbildes der Titanic-Ausgabe vom Dezember 2020. Mittlerweile sei ein zweiter Widerspruch bei Google eingereicht worden, darauf habe es von Google noch keine Erwiderung gegeben.

Titanic-App im App Store und bei Amazon weiterhin verfügbar

Durch die Sperre von Google ist die Titanic-App derzeit nicht im Play Store zu finden. Wer die App bereits hat, kann diese weiterhin nutzen. Allerdings ist der Bezug der aktuellen Titanic-Ausgabe darüber nicht möglich. In Amazons App-Shop und in Apples App Store ist die Titanic-App weiterhin verfügbar.

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Den Streit mit Google kommentiert Titanic-Chefredakteur Moritz Hürtgen folgendermaßen: "Titanic wird sich nicht selbst zensieren, um dem verkniffenen Humor von Monopolwichsern in San Fernando Valley, äh: Silicon Valley gerecht zu werden." Nach Auffassung von Titanic passiere das, obwohl Google seit der App-Einreichung im Jahr 2014 bekannt sei, dass es in und auf Titanic zu Darstellungen von Nacktheit und Sexualität komme.

Wer ein Abo der Titanic-App über Googles Play Store gebucht hat, ist aufgerufen, sich bei der Titanic-Redaktion zu melden. Die Abonnenten sollen unbürokratisch entweder ein gedrucktes Heft oder die PDF-Ausgabe des Magazins erhalten.

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HierIstMarco 16. Feb 2021

Satire ist Kunst - Wunderbar, mit der Definition kann ich leben und dann fügt sich das...

KlugKacka 16. Feb 2021

Ne, das ist eine andere Religion, die hat nur mit den hiesigen einiges gemein.

crew 16. Feb 2021

Warum eigentlich?

tobiaseichner 16. Feb 2021

Das Problem mit Google (und anderen IT-Großkonzernen): Sie besitzen in ihrem Bereich ein...

gelöscht 16. Feb 2021

Aktion erzeugt Reaktion. Auch schon im Chemiunterricht in der Schule, gab es...



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