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Apple Store in Berlin
Apple Store in Berlin (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Scharfe Kritik von Cook

Apple-Chef Tim Cook verurteilte mit scharfen Worten die Forderungen der EU-Kommission. Das sei "totaler politischer Mist", sagte er der irischen Zeitung The Independent. Anders als von der EU-Kommission behauptet, habe Apple im Jahr 2014 400 Millionen Euro an Steuern bezahlt. Die Steuerquote habe bei 12,5 Prozent und nicht wie angegeben bei 0,005 Prozent gelegen. "Ich habe keine Idee, wo diese Zahl herkommt", sagte Cook.

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Der Firmenchef sieht Apple und Irland dabei als Opfer im Streit über höhere Unternehmenssteuern zwischen der EU und den USA. "Ich bin überzeugt, dass es eine politisch motivierte Entscheidung war. Für sie gibt es keine Grundlage in Fakten oder Recht", sagte Cook. Dahinter stehe der Versuch, "Steuern, die in den USA bezahlt werden sollten, in die EU zu verlagern". In einem Interview mit dem Fernsehsender RTE kündigte Cook an, im Ausland geparkte Gewinne voraussichtlich im nächsten Jahr in die USA zurückzuholen und dafür mehrere Milliarden Dollar an Steuern zu bezahlen.

EU-Kommission weist Vorwürfe zurück

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager wies die Vorwürfe Cooks am Donnerstag entschieden zurück: "Diese Entscheidung stützt sich auf die Fakten des Falls", sagte sie vor Journalisten in Brüssel. Ihre Behörde habe sich auf Zahlen von Apple selbst gestützt und zum Teil auf Daten aus Anhörungen in den USA. Sie warb für mehr Steuertransparenz. Firmen sollten unter anderem offenlegen, wie viele Beschäftigte sie in einem Land haben, wie viel Umsatz und Profit sie machten und wie viele Steuern sie zahlten. "Damit hätte jede Art von Geheimnis ein Ende." Entsprechende Vorschläge hatte die EU-Kommission im Frühjahr gemacht.

Bayerns Finanzminister Söder stellte sich in dem Streit eindeutig auf die Seite von Apple und der USA. "Überzogene Forderungen bei gleichzeitigem Abbruch der Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP werden die Handelsbeziehungen massiv belasten", sagte Söder der Süddeutschen Zeitung und fügte hinzu: "Wir brauchen faire Steuerregeln, aber keinen Handelskrieg."

Zuvor hatten die USA die EU-Kommission ebenfalls deutlich kritisiert. Die Apple-Entscheidung könne zu einem Steuertransfer von den USA nach Europa führen, hatte ein Sprecher des Weißen Hauses gesagt. Wenn Apple in Irland nachzahlen müsse, könne das Unternehmen diese Zahlung möglicherweise von der Steuerlast in den USA absetzen.

Kritik an Söder

Es gebe gemeinsame Versuche der USA und der Europäer, internationale Besteuerung fair zu gestalten, sagte der Sprecher der Regierung von Barack Obama weiter. Diese Versuche würden durch "einseitige Ansätze" untergraben. "Wir haben kein Interesse daran, ein unfaires System aufrechtzuerhalten, das negative Effekte auf die europäische Wirtschaft hat", so der Sprecher. "Wir wollen nur etwas, das fair ist."

Kritik an Söders Haltung kam jedoch umgehend von den anderen Parteien. Die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, Christine Lambrecht, nannte die Äußerungen befremdlich. Linken-Fraktionsvize Klaus Ernst warf Söder Lobbyismus vor: "Statt die Kommission mit aller Kraft in dem Bemühen zu unterstützen, fragwürdige und offensichtlich rechtswidrige Steuervermeidung zu verhindern, macht sich der bayerische Finanzminister mit seiner Haltung zum Komplizen von Apple." Der finanz- und wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen im Europa- Parlament, Sven Giegold, erklärte, Söders Kritik an der Entscheidung der EU-Kommission sei ein Freibrief für Steuervermeider.

 Streit mit EU: Deutsche Apple-Läden zahlen trotz hoher Umsätze kaum Steuern

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DY 05. Sep 2016

Au das ist clever. Hat das irgend jemand bei George Soros in den NGO- Leitfäden...

DY 05. Sep 2016

Apple ist nur der extreme Auswuchs dieser Entwicklung. Man hat den armen börsennotierten...

StefanGrossmann 03. Sep 2016

Herr Hoeneß ist ein so schlechtes Beispiel. Wenn man nur ein Viertel der echten Strafe...

DrWatson 03. Sep 2016

Das ist auch alles irgendwie reguliert. Was schwebt dir denn konkret vor? Der Gewinn ist...

DrWatson 03. Sep 2016

Wenn du begründen kannst welchen Nutzen das hat, dann ja. So wie du das schreibst klingt...



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