Streit mit Epic: Google senkt Gebühren für In-App-Käufe
Im Streit mit Epic Games um Gebühren für In-App-Käufe sowie die Installation alternativer App-Marktplätze hat Google überraschend eingelenkt. Noch bevor der Richter im Prozess über die angekündigte außergerichtliche Einigung entschieden hat, senkte Google die Gebühren(öffnet im neuen Fenster) .
Bislang war für einmalige In-App-Käufe eine Gebühr von 30 Prozent fällig, zudem mussten Entwickler Googles eigenes Bezahlsystem nutzen. Künftig können Programmierer auch ein anderes Bezahlsystem verwenden oder Nutzer auf die eigene Webseite für den Kauf schicken.
Bei den Gebühren unterscheidet Google künftig zwischen einer Rechnungs- und einer Servicegebühr. Die Rechnungsgebühr wird 5 Prozent betragen und für Entwickler gelten, die Googles Bezahlsystem verwenden. Wer darauf verzichtet, zahlt die 5 Prozent nicht.
Servicegebühr lässt sich weiter senken
Die Servicegebühr liegt bei 20 Prozent, unabhängig davon, ob zum ersten Mal ein In-App-Kauf durchgeführt wird oder zum wiederholten Mal. Bei Nutzung von Googles Bezahlsystem zahlen Entwickler also statt 30 Prozent nur noch 25 Prozent Gebühren, bei Verwendung eines alternativen Bezahlsystems 20 Prozent.
Sind Programmierer Teil von Googles Apps Experience Program oder dem Play Games Level Up Program, sinkt die Gebühr für Käufe bei Erstinstallationen. Die Programme legen unter anderem Qualitätsmaßstäbe fest, an die sich Entwickler halten müssen. Die Servicegebühr sinkt dann von 20 auf 15 Prozent bei Erstinstallationen, bei wiederholten Käufen liegt sie weiterhin bei 20 Prozent.
Alternative App-Marktplätze lassen sich künftig über das Registeres App Stores Program leichter als bisher installieren. Nehmen Entwickler von alternativen App-Stores an dem Programm teil, wird dieser zuvor von Google auf Malware untersucht. Bei der Installation wird auf die üblichen Warnungen, die beim Sideloading auftauchen, verzichtet.
Änderungen in der EU ab dem 30. Juni
Die Änderungen treten im Gebiet des Europäischen Wirtschaftsraums, der neben der EU auch Island, Liechtenstein und Norwegen umfasst, als erstes ein – Google zufolge ab dem 30. Juni 2026. Der Streit mit Epic sei mit den Änderungen beigelegt, erklärte Google.
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