Streit mit Apple: Facebook plant bildschirmfüllenden Datenschutzhinweis

Facebook beugt sich dem Druck Apples und folgt der erzwungenen Tracking-Transparenz.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Facebook gibt im Streit mit Apple nach.
Facebook gibt im Streit mit Apple nach. (Bild: Dado Ruvic/Reuters)

Facebook wird in seinen Apps auf Apple-Geräten dafür werben, dem Onlinenetzwerk das Sammeln von Daten über verschiedene Apps und Webdienste hinweg zu erlauben. Dafür werden bildschirmfüllende Informationshinweise in den Apps erscheinen, wie Facebook bekanntgab.

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Hintergrund für den Vorstoß ist der Plan Apples, auf iPhones und iPads neue Möglichkeiten zur Kontrolle der Privatsphäre zu geben. Damit soll der Zugriff auf die gerätespezifische Werbe-ID beschränkt werden.

Darüber können Werbenetzwerke Daten von Nutzern über verschiedene Apps hinweg sammeln und zusammenführen. Künftig muss ein solcher Zugriff pro App und Werbenetzwerk explizit erlaubt werden. Das gefällt Facebook nicht, das Unternehmen teilte Geschäftspartnern kürzlich erst sein Missfallen darüber mit

Facebooks Sorgen

Facebook befürchtet, dass viele die Zustimmung verweigern würden. Facebooks Geschäftsmodell lebt jedoch vom Versprechen an die Werbekundschaft, präzise die gewünschte Zielgruppe zu treffen. Dafür ist ein möglichst ausführliches Wissen über die Menschen notwendig, die Facebook verwenden. Falls viele Facebook-Nutzer ihre Einwilligung verweigern, könnte die Personalisierung der Anzeigen ungenauer werden.

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Facebook kritisiert, Apples Vorstoß werde kleinen und mittleren Unternehmen schaden, die gerade in der Coronapandemie besonders auf Werbung beim Onlinenetzwerk angewiesen seien. Facebook-Chef Mark Zuckerberg warf Apple zudem vor, in eigenem Interesse zu handeln.

Apple prüft Datenschutzvorgaben nicht

Apple spricht dagegen von dem Ziel, seinen Kunden die Entscheidungshoheit über den Umgang mit ihren Daten zurückzugeben. Zugleich sprach Apple-Chef Tim Cook vergangene Woche - ohne Facebook beim Namen zu nennen - von einem "verzweigten Ökosystem" aus Unternehmen und Datenhändlern, sowie denjenigen, die falsche Nachrichten in Umlauf brächten.

Erst kürzlich ergab eine Untersuchung, dass viele Apps im App Store den angezeigten Datenschutzvorgaben nicht nachkämen. Alles deutet darauf hin, dass Apple der Richtigkeit der Aussagen der Entwickler vertraut. Aktiv wird Apple wohl erst, wenn ein Problem gemeldet wird.

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