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Streit der Tech-Milliardäre: Ebay-Gründer unterstützt Gawker im Streit mit Hulk Hogan

Der Streit zwischen dem Wrestler Hulk Hogan und dem Medienunternehmen Gawker weitet sich aus. Vergangene Woche wurde bekannt, dass der Tech-Milliardär Peter Thiel Hogan unterstützt, jetzt organisiert ein alter Widersacher Thiels Unterstützung für Gawker. Es geht um 140 Millionen US-Dollar.

Artikel veröffentlicht am ,
Hulk Hogan im Jahr 2014
Hulk Hogan im Jahr 2014 (Bild: Megan Elice Meadows/CC-BY-SA 3.0)

Der Ebay-Gründer und jetzige Medienunternehmer Pierre Omidyar will das US-Medienunternehmen Gawker Media offenbar in der Auseinandersetzung mit dem ehemaligen Wrestler Hulk Hogan unterstützen, wie die New York Post berichtet.

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Hogan hatte Gawker wegen Verletzung seiner Privatsphäre verklagt, weil auf einer der Webseiten des Unternehmens ein privates Sexvideo von ihm veröffentlicht wurde. Wie in der vergangenen Woche bekanntwurde, konnte sich Hogan bei der Klage auf die Unterstützung eines anderen Silicon-Valley-Milliardärs verlassen. Der Investor und Paypal-Mitgründer Peter Thiel investierte demnach 10 Millionen Euro in die Klage.

Es geht um 140 Millionen US-Dollar

Eine Jury im US-Bundesstaat Florida hatte der Klage von Hogan, dessen Geburtsname Terry Bollea ist, stattgegeben und Gawker zur Zahlung einer Strafe in Höhe von 140 Millionen Dollar verurteilt. Diese Summe könnte Gawker in die Insolvenz treiben. Beobachter sehen die Unterstützung der Klage durch Thiel kritisch. Sie werfen dem Unternehmer vor, damit einen persönlichen Rachefeldzug gegen Gawker zu starten, weil Webseiten des Unternehmens in der Vergangenheit kritisch über ihn berichtet hätten.

Ebay-Gründer Pierre Omidyar möchte Gawker jetzt im anstehenden Berufungsverfahren unterstützen. Offenbar will er das aber nicht mit Geld tun, sondern über Unterstützerbriefe an das Gericht, sogenannte Amicus Curiae. Dazu sammelt der von ihm gegründete Medienkonzern Firstlook-Media, zu dem auch das Portal The Intercept mit Gleen Greenwald gehört, derzeit die Unterstützung anderer Medienhäuser ein.

Gawker sucht Hilfe bei Investmentbankern

Auch Gawker selbst bereitet sich auf den weiteren Verlauf der Klage vor. So soll Gründer Nick Denton die Investmentbank Houlihan Lokey unter Vertrag genommen haben, um eine Bewertung der Unternehmenswerte von Gawker vorzunehmen, falls Teile oder das ganze Unternehmen verkauft werden müssen, um die Ansprüche von Hogan zu bezahlen.

Wie die New York Post berichtet, ist das Verhältnis zwischen Thiel und Omidyar angespannt. Während Omidyar als liberal gilt, unterstützt Thiel die Präsidentschaftskandidatur von Donald Trump und gehört zu der marktradikalen, libertären Bewegung in den USA. Thiels Vermögen wird auf rund 2,7 Milliarden US-Dollar geschätzt, das von Omidyar auf rund 7,7 Milliarden.

Kaum ein Beobachter zweifelt die Substanz der Klage an. Die Angebote von Gawker fallen immer wieder durch unethische Berichterstattung und willkürliche Verletzungen der Privatsphäre auf. Dass Milliardäre ihre politische Agenda jetzt auch in Gerichtsverfahren verfolgen wollen, in die sie eigentlich nicht selbst involviert sind, sehen Medien aber als Problem.



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HaMa1 31. Mai 2016

Im Prinzip hast du Recht. Nur die Summe, um die es geht ist U.S. typisch ein Witz. Hulk...

Menplant 31. Mai 2016

Es geht um mehr als Gamergate, eigentlich hat das jetzt sogar 0 damit zu tun. Gawker hat...

Dampfplauderer 31. Mai 2016

Es geht weniger um Hogans "Schaden", bei den Yanks hängt die Summe stark vom Vermögen des...

Muhaha 31. Mai 2016

Nope. Nicht der finanzielle Vorteil der Juristen, sondern Rechtsprechung erfolgt viel zu...

Muhaha 30. Mai 2016

Zynisches Rumgenöhle trägt auch so viel bei Mißstände zu beseitigen, nicht?


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