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Streiks: Amazon soll Verlagerung nach Osteuropa planen

Die polnische Wirtschaftszeitung Puls Biznesu berichtet, dass Amazon als Reaktion auf die Streiks in Deutschland Logistikzentren in Polen und der Tschechische Republik eröffnen will. Dann werde ein Teil der Arbeit aus Deutschland dorthin verlagert.

Artikel veröffentlicht am ,
Streik bei Amazon
Streik bei Amazon (Bild: Verdi)

Amazon will fünf Logistikzentren in Polen und in der Tschechischen Republik eröffnen und einen Teil seiner Aktivitäten aus Deutschland dorthin verlagern. Das berichtet die polnische Wirtschaftszeitung Puls Biznesu unter Berufung auf informierte Kreise. Ewa Kaucz, Vertreterin der Behörde für regionale Entwicklung in Wrocław, bestätigte der Zeitung Gespräche mit Amazon, es sei aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden.

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Ein Sprecher von Amazon-Deutschland sagte Golem.de: "Amazon hat keine Ankündigung bezüglich der Expansionspläne für sein zukünftiges Wachstum gemacht. Es gibt keinerlei Pläne, einen der bestehenden Logistik-Standorte in Europa zu schließen."

In drei polnischen Logistikzentren würden laut Puls Biznesu rund 6.000 Arbeiter gebraucht. Das erste Lager könne schon im Jahr 2014 den Betrieb aufnehmen und werde nach Westeuropa liefern. Die Zentren sollen in Poznan und Wrocław entstehen, jeweils eine Größe von rund 100.000 Quadratmetern haben und pro Standort 50 Millionen Euro bis 60 Millionen Euro kosten.

Zwei weitere Logistikstandorte seien in der Tschechischen Republik geplant. Die tschechische Zeitung Hospodarske Noviny berichtete vor Monaten, dass ein Amazon-Lager in der Nähe des Prager Flughafens geplant sei.

An den Amazon-Standorten Leipzig und Bad Hersfeld wird seit dem 19. September 2013 wieder gestreikt. Seit Monaten kämpfen die bei Verdi organisierten Arbeiter für einen Tarifvertrag. In Hessen beträgt der Einstiegslohn bei Amazon 9,83 Euro, nach Tarif müssten es 12,18 Euro sein. In Leipzig beträgt der Einstiegslohn 9,30 Euro, nach Versandhandelstarif müsste Amazon 10,66 Euro pro Stunde bezahlen. Der US-Konzern lehnt Gespräche mit Verdi ab.

Bad Hersfeld und Leipzig sind die ältesten Versandzentren Amazons in Deutschland. Es gibt weitere Standorte in Werne, Rheinberg, Koblenz, Graben, Pforzheim und seit neuestem in Brieselang bei Berlin, wo das Unternehmen derzeit intensiv nach Mitarbeitern sucht. Das Unternehmen erwartet in den ersten drei Jahren nach dem Start bis zu 1.000 langfristige Arbeitsplätze und zusätzlich 2.000 saisonale Arbeitsplätze. Der Standort wird voraussichtlich mit ungefähr 100 Arbeitern an den Start gehen, während der ersten Weihnachtssaison werden über 1.000 in dem Lager beschäftigt sein. Der neue Standort wird eine Größe von rund 65.000 Quadratmetern haben.

Bereits jetzt habe Amazon in Deutschland 9.000 fest angestellte Beschäftigte.

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cristophs 10. Okt 2013

Völlig richtig beobachtet. Leider besitzen nicht genug Menschen ausreichend Medien...

Frank1965 03. Okt 2013

Das würde nur funktionieren, wenn der Staat zwangsweise gleiche Mindestbedingungen für...

TW1920 03. Okt 2013

Joa, dran sollte es wirklich nicht scheitern. Als ich ne Zeit in England war, kam ein...

jack_torrance 03. Okt 2013

Ja stimmt, so wird es sein. Ich hörte bei meinem letzten Besuch in Irland auch von...

Neuro-Chef 02. Okt 2013

Ja klar, denn solange das neue Zentrum noch nicht steht, will man ja keinen Ärger.. Es...


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