Streik wegen Corona: Arbeitsniederlegungen bei Amazon an mehreren Standorten

Verdi ringt um den Abschluss eines Tarifvertrags für die Beschäftigten in den Amazon-Lagern. Außerdem wird Offenheit zu Coronavirus-Ausbrüchen verlangt.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Streiks an sechs Amazon-Standorten
Streiks an sechs Amazon-Standorten (Bild: Leon Kuegeler/Reuters)

Erneut Streiks in Amazons Logistikzentren: Beschäftigte des Online-Händlers Amazon haben mit Beginn der Nachtschicht zu Montag nach Angaben der Gewerkschaft Verdi an mehreren Standorten die Arbeit niedergelegt. Betroffen seien die beiden Standorte in Bad Hersfeld sowie in Koblenz, Rheinberg, Werne sowie Leipzig, teilte die Gewerkschaft am Montag mit.

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Im Logistikzentrum in Rheinberg haben laut Verdi etwa 400 bis 450 Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt. In Leipzig erwartet die Gewerkschaft am Montag etwa 400 bis 500 Streikende. An anderen Standorten sei noch nicht abzusehen, wie viele Mitarbeiter sich beteiligten, hieß es am Morgen.

Verdi hat für diesen Montag und Dienstag die Beschäftigten an sechs Standorten des Versandhandelskonzerns zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Vor dem Amazon-Standort in Leipzig stellten Streikende am Morgen Zelte auf, für Dienstag ist ein Auto-Corso geplant, wie Streikleiter Jörg Lauenroth-Mago sagte.

Coronavirus-Ausbrüche in Amazons Lagern

"Wir verschärfen die Gangart, denn Amazon zeigt bislang keine Einsicht und gefährdet die Gesundheit der Beschäftigten zu Gunsten des Konzernprofits", erklärte Orhan Akman, bei Verdi verantwortlich für den Einzel- und Versandhandel. Er verweist auf die jüngsten Coronavirus-Ausbrüche an Amazon-Standorten wie Bad Hersfeld. "Nach unseren Informationen haben sich dort mindestens 30 bis 40 Kolleginnen und Kollegen infiziert", sagte Akman.

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"Wie schon im Fall der Ausbreitung von Covid-19 in Winsen (Luhe) mauert die Unternehmensführung auch diesmal und verweigert Aufklärung", kritisiert Akman. Das gefährde die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten.

Die Ziele von Verdi im Kampf gegen Amazon

Die Gewerkschaft fordert den Abschluss eines Tarifvertrags, um den Gesundheitsschutz und die Sicherheit der Beschäftigten abzusichern. Außerdem verlangt Verdi in dem seit über sieben Jahren andauernden Tarifkonflikt mit dem Online-Händler die Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels.

Amazon hatte sich bei früheren Aktionen und Streikaufrufen der Gewerkschaft gelassen gezeigt. Ein Sprecher hatte in der Vergangenheit betont, Amazon sei auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsbewusster Arbeitgeber. Bundesweit hat der Versandhändler 13 Logistikstandorte mit rund 13.000 Festangestellten.

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abdul el alamein 30. Jun 2020

Schon wieder verdi

crazypsycho 29. Jun 2020

Und wieder wird sich Amazon nicht dazu bewegen lassen einen unpassendem Tarifvertrag zu...

M.P. 29. Jun 2020

Naja, auch das, was Unternehmen "transparent" machen könnten, um zu Beweisen, dass sie...

M.P. 29. Jun 2020

Die sind doch nicht so bescheuert, wie die Trump-Fans bei dessen Wahlkampfveranstaltungen



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