Streik: Amazons Vice President und Topentwickler geht aus Protest

Entlassungen von Streikführern und Klimaschutzaktivisten bei Amazon waren Tim Bray zu viel. Die Kündigung kostet ihn 1 Million Dollar.

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Lagerarbeiter bei Amazon
Lagerarbeiter bei Amazon (Bild: Amazon)

Der renommierte AWS-Entwickler Tim Bray, Vice President von Amazon, ist aus Protest gegen die Behandlung von streikenden Lagerarbeitern und die Entlassung umweltpolitisch aktiver Beschäftigter durch Amazon zurückgetreten. Das gab Tim Bray in einem Blogbeitrag bekannt.

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"Vice Presidents sollten nicht öffentlich zur Bedrohung werden, also führte ich die Auseinandersetzung zuerst durch die richtigen Kanäle und hielt mich an die Regeln." Aber nach der Kündigung von Streikführern, die für besseren Gesundheitsschutz bei Covid-19 eintraten, und Angestellten, die sich mit ihnen solidarisierten, war das Maß einfach voll.

Danach weiter für Amazon tätig zu sein, hätte bedeutet, dass "ich Handlungen, die ich für verachtenswert halte, mitgetragen hätte. Also bin ich zurückgetreten." Dieser Umgang sei laut Bray typisch für die Unternehmensgeschichte Amazons.

Der 1. Mai war sein letzter Arbeitstag als Vice President und Distinguished Engineer bei Amazon Web Services nach fünf Jahren und fünf Monaten "lukrativen Spaßes. Das wird mich bei einem Big-Tech-Gehalt und Aktienoptionen wahrscheinlich brutto über 1 Million US-Dollar kosten, ganz zu schweigen vom Verlust des besten Jobs, den ich je hatte, und der Arbeit mit wirklich guten Leuten. Ich bin also ziemlich traurig".

Amazon: Wer wurde entlassen?

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Amazon hat wiederholt Beschäftigte entlassen, die die Arbeitsbedingungen kritisiert haben. Amazon unterstütze "das Recht jedes Mitarbeiters, die Arbeitsbedingungen seines Arbeitgebers zu kritisieren, aber das bringt keine pauschale Immunität gegen sämtliche internen Richtlinien mit sich", erklärte das Unternehmen.

Die Kündigung von Emily Cunningham und Maren Costa, die als User Experience Designer in Seattle tätig waren, sei wegen "wiederholter Verletzung interner Richtlinien" erfolgt. Laut Washington Post waren die beiden Entwicklerinnen bei Amazon Employees for Climate Justice aktiv, einer Klimaschutzgruppe, die auch für den Schutz der Lagerarbeiter eintritt.

Zuvor war bereits der Streikführer Chris Smalls entlassen worden, der mit seinen Kollegen in Staten Island einen Streik organisiert hatte. Eine Sprecherin sagte, Smalls sei nach einem Kontakt mit einer Arbeiterin, die positiv auf das Coronavirus getestet worden war, unter Quarantäneverstoß für den Streik in die Einrichtung gekommen.

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