Street View: Britische Datenschützer wollen WLAN-Daten untersuchen

Obwohl Google dazu verpflichtet war, hat das Unternehmen WLAN-Daten aus Großbritannien nicht gelöscht. Die oberste britische Datenschutzbehörde hat Google aufgefordert, ihr diese Daten zur Verfügung zu stellen, damit sie sie untersuchen kann.

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Street-View-Fahrzeug (auf der Cebit 2010): Daten nicht gelöscht
Street-View-Fahrzeug (auf der Cebit 2010): Daten nicht gelöscht (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Google besitzt nach wie vor Daten aus der WLAN-Datensammlung für das Angebot Street View. Das hat eine Untersuchung des Information Commissioner's Office (ICO), der obersten Datenschutzbehörde Großbritanniens, ergeben. Die Behörde will diese Daten untersuchen.

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Google habe auf Anfrage des ICO zugegeben, immer noch unrechtmäßig gesammelte Daten vorzuhalten, berichten die Datenschützer. Dabei handele es sich aber nur um einen kleinen Teil der aus offenen WLANs aufgezeichneten Daten, schreibt Peter Fleischer, Datenschutzbeauftragter des Unternehmens. "Google entschuldigt sich für diesen Irrtum." Sie hätten laut ICO im Dezember 2010 gelöscht werden müssen.

Neue Untersuchung

Das ICO hatte im Juni angekündigt, den Fall noch einmal aufzurollen. 2010 hatte das ICO die Ermittlungen gegen Google schnell eingestellt.

Dieses Mal will die Behörde ICO sorgfältiger vorgehen: In seiner Antwort an Fleischer hat ICO-Mitarbeiter Steve Eckersley Google aufgefordert, den Datenschützern die verbliebenen Daten aus Großbritannien zur Verfügung zu stellen. Das ICO werde diese dann prüfen, kündigte Eckersley an. Danach werde die Behörde Google erklären, wie das Unternehmen die Daten am besten lösche.

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Anlass für die neue Untersuchung war der Bericht der US-Regulierungsbehörde Federal Communication Commission (FCC). Daraus geht hervor, dass die Software, die für die Fotofahrten eingesetzt wurde, absichtlich so gestaltet war, dass die Kommunikation über offene WLANs aufgezeichnet wurde. Der betreffende Programmierer hatte ausgesagt, Kollegen und Vorgesetzte darüber informiert zu haben, wie das Programm beschaffen war.

Die Fahrzeuge, die Straßenzüge für das Angebot Google Street fotografierten sowie WLANs erfassten, hatten Daten aus offenen WLANs abgefangen. Darunter waren auch E-Mails und Passwörter. Google hatte beteuert, bei der Datensammlung habe es sich um ein Versehen gehandelt.

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