Streamingdienst: Google kauft Musikempfehlungsdienst Songza

Google will sich im Musikbereich besser aufstellen und hat deshalb den Streamingdienst Songza übernommen, der auf situative und von Menschen zusammengestellte Song-Empfehlungen setzt. Die Konkurrenz setzt ebenfalls auf Musikstreaming.

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Google übernimmt Songza.
Google übernimmt Songza. (Bild: Songza)

Wie viel Google der Kauf von Songza wert ist, teilte das Unternehmen nicht mit. Songza bietet Abonnenten Musik im Streamingverfahren an, die passend zu unterschiedlichen Situationen ausgewählt werden kann. So stellt Songza Musik zum Joggen, Autofahren oder anderen Tätigkeiten zusammen - und nicht etwa automatisch, sondern mit Hilfe von Musikexperten. Dabei wird auf den Musikgeschmack und die Hörgewohnheiten der Nutzer geachtet, um passende Empfehlungen auszusprechen. Sogar Wetter und Uhrzeit werden einbezogen.

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Nach Informationen der New York Post, die vorab über den anstehenden Deal berichtete, soll der Kaufpreis bei 15 Millionen US-Dollar gelegen haben. Der tatsächliche Preis könne aber durch weitere Bieter noch viel höher ausgefallen sein, berichtet das Magazin Billboard.

Songza ist nur in den USA verfügbar. Google will den Dienst nicht abschalten, sondern die Abonnenten weiter versorgen und versuchen, die Empfehlungen in Google Play Musik zu integrieren.

Sind händisch zusammengestellte Empfehlungen ein neuer Trend?

Die Konkurrenz von Google hat sich bereits mit Streaming-Know-How eingedeckt. Vor einem Monat hatte Apple mit Beats Electronics einen Hersteller von Kopf- und Ohrhörern für drei Milliarden US-Dollar übernommen. Zu dem Unternehmen gehört auch der Streamingdienst Beats Music, der nur etwa 110.000 Abonnenten haben soll. Auch bei Beats wird auf persönliche Musikempfehlungen gesetzt.

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Amazon hat mit Prime Music Mitte Juni 2014 einen für seine zahlenden Prime-Kunden kostenlosen Dienst gestartet, bei dem Musik zu mobilen Endgeräten und zum PC sowie Mac gestreamt werden kann - allerdings vorerst nur in den USA. Persönliche Empfehlungen gibt es hier noch nicht. In den USA kostet der Prime-Dienst jährlich rund 100 US-Dollar. Das Kundenbindungsprogramm, das nicht nur eine beschleunigte Lieferung, sondern auch einen Videostreamingdienst enthält, wurde mit dem Musikstreamingangebot noch einmal deutlich aufgewertet.

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