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Streaming: Youtube geht auf Konfrontationskurs mit Netflix

GTA 6 zeigt, dass Netflix und Youtube zusammenarbeiten können. Hinter den Kulissen verschärft sich der Wettbewerb jedoch deutlich.
/ Peter Steinlechner
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GTA 6 auf unterschiedlichen Plattformen (Bild: Chris Delmas/AFP via Getty Images)
GTA 6 auf unterschiedlichen Plattformen Bild: Chris Delmas/AFP via Getty Images

Die kommende Spezialsendung zu Grand Theft Auto 6 erscheint am 27. August 2026 zunächst bei Netflix (21 Uhr) und sechs Stunden später auch auf Youtube. Die ungewöhnliche Kooperation zeigt, dass beide Plattformen in einzelnen Fällen durchaus voneinander profitieren können: Netflix erreicht seine Abonnenten, Youtube die enorme Reichweite seiner Community.

Solche Kooperationen bleiben allerdings die Ausnahme. Normalerweise stehen sich beide Unternehmen als direkte Konkurrenten gegenüber. Inzwischen kämpfen Netflix und Youtube nicht mehr nur um Zuschauer und Werbeeinnahmen, sondern zunehmend auch um die wichtigsten Creator.

Wie Bloomberg berichtet(öffnet im neuen Fenster) (Paywall), bietet Youtube ausgewählten Influencern und Videoproduzenten Millionensummen an, um sie langfristig an die eigene Plattform zu binden und exklusive Vereinbarungen mit Netflix zu verhindern.

Kampf der Geschäftsmodelle

Dabei geht es offenbar nicht allein um direkte Zahlungen. Dem Bericht zufolge stellt Youtube den Creatorn auch zusätzliche Marketingmaßnahmen und Beteiligungen an Werbekampagnen in Aussicht. Gleichzeitig sollen Produzenten, die ihre Inhalte zuerst bei Netflix veröffentlichen oder parallel auf beiden Plattformen anbieten, laut dem Bericht mit Nachteilen rechnen müssen.

Der Hintergrund: Netflix investiert seit Monaten verstärkt in Formate, die ursprünglich außerhalb des klassischen Fernseh- und Streaminggeschäfts entstanden sind. Besonders deutlich wird das bei Video-Podcasts. Seit Anfang 2026 kooperiert Netflix in diesem Bereich mit Spotify und bietet zahlreiche bekannte Formate direkt über den eigenen Streamingdienst an.

Zu den Angeboten gehören unter anderem The Bill Simmons Podcast, Pardon My Take und mehrere Produktionen des Podcast-Netzwerks The Ringer. Gleichzeitig hat Netflix damit begonnen, weitere Inhalte erfolgreicher Internet-Stars zu lizenzieren und sein Angebot gezielt um Creator-Formate zu erweitern.

Gerade deshalb ist der aktuelle Vorstoß von Youtube bemerkenswert. Das Geschäftsmodell der Plattform basiert traditionell auf Werbung und einer Beteiligung an den Einnahmen. Direkte Millionenzahlungen an einzelne Creator spielten bislang nur eine untergeordnete Rolle.


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