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Streaming: Youtube erlaubt werbefinanzierten Zugriff auf Premiuminhalte

Künftig will Youtube seine eigenproduzierten Inhalte wie Cobra Kai, Origin und Bad Internet offenbar nicht mehr hinter der Premium-Bezahlschranke verstecken, sondern sie allen Zuschauern anbieten – mit Werbung.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Cobra Kid (Bild: Youtube)
Artwork von Cobra Kid Bild: Youtube

Seit einiger Zeit können Nutzer von Youtube für rund 12 Euro im Monat auf das Abo-Angebot Premium(öffnet im neuen Fenster) zugreifen. Künftig sollen die dort verfügbaren Inhalte für alle Zuschauer frei verfügbar sein – allerdings mit Werbung. Wie das konkret funktioniert und ab wann welche Inhalte angeschaut werden können, ist derzeit noch nicht ganz klar. US-Medien wie Business Insider(öffnet im neuen Fenster) und Variety(öffnet im neuen Fenster) machen mit Bezug auf Youtube zum Teil unterschiedliche Angaben. Das Unternehmen hat sich in seinem Blog noch nicht zu dem Thema geäußert.

Offenbar sollen ab Anfang 2019 die ersten Inhalte, die bislang nur auf Premium erhältlich sind, allgemein mit Werbung verfügbar sein. Das gilt aber nicht für neue Staffeln wie die Serie Cobra Kai – eine Fortsetzung des Films Karate Kid. Derartige Stoffe sollen erst ab 2020 für jeden Zuschauer bereitstehen. Youtube nennt seine Eigenproduktionen Originals, ein Großteil davon ist bislang nur auf Premium zu sehen. Ganz große Publikumsmagneten gibt es allerdings bislang nicht, Cobra Kai gilt neben der Science-Fiction-Serie Origin als größter Erfolg.

Cobra Kai – Trailer
Cobra Kai – Trailer (02:34)

Trotzdem dürfte die Öffnung von Premium für kostenpflichtige Wettbewerber wie Netflix und Amazon Prime Video ebenso eine Herausforderung darstellen wie für neue Anbieter, etwa das für Ende 2019 geplante Disney+. Der Konkurrenzdruck im Geschäft mit online angebotenen Videoinhalten steigt also – zumal nicht nur das Geld der Konsumenten, sondern auch deren Zeitbudget beschränkt ist.

Youtube selbst hat in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) gerade angekündigt, die Einblendung von Werbung auf seiner Plattform zu verändern. Demnächst wird es weniger Unterbrechungen etwa in langen Videos geben, dafür werden die Kunden künftig häufiger bis zu zwei abbrechbare Spots direkt hintereinander vor den Videos sehen. Diese Art der Anzeigenschaltung soll noch vor Ende 2018 auf PC-Browsern, etwas später dann auf Smartphones und Tablets und erst anschließend auf Smart-TVs zum Einsatz kommen.


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