Abo
  • Services:

Streaming: Youtube bedroht Indie-Musiklabels mit Sperrung

Google legt Indie-Labels neue Verträge vor, bei denen es offenbar um eine geplante neue Streamingplattform Youtubes geht. Wer nicht unterschreibt, wird binnen 60 Tagen bei Youtube gesperrt.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine Youtube-Sperrtafel
Eine Youtube-Sperrtafel (Bild: Youtube/Screenshot: Golem.de)

Youtube hat unabhängigen Musikunternehmen ein Ultimatum gesetzt, neue Verträge zu unterschreiben. Wenn die Labels dem nicht nachkommen, werden die Inhalte gesperrt. Das gab der Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT) bekannt. Dabei geht es offenbar um den Start eines neuen Streamingservices von Youtube noch in diesem Jahr. Dazu gibt es unbestätigte Berichte in der Musikbranche über eine Einladung zu einer Youtube-Veranstaltung am 25. Juni in Anaheim im US-Bundesstaat Kalifornien.

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Technikum GmbH, Ehningen bei Stuttgart
  2. Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Karlsruhe

Nach Angaben von WIN (Worldwide Independent Network) und VUT-Mitgliedern sind die Bedingungen des neuen Youtube-Vertrages "äußerst ungünstig und nicht verhandelbar". Die Vergütung liege unter den Preisen, die andere Streamingdienste wie beispielsweise Spotify zahlen. WIN habe mit Youtube gesprochen, um eine Lösung zu erzielen, jedoch erfolglos.

Youtube setze unabhängige Unternehmen unter Druck, die sich dafür entschieden haben, den angebotenen Vertrag nicht zu unterschreiben. Jörg Heidemann, stellvertretender Geschäftsführer des VUT, sagte: "Kleine und mittlere Musikunternehmen auf diese Art und Weise anzugehen, um sie in untragbare Verträge zu zwingen, ist eine Frechheit. Youtube missbraucht hier ganz klar seine Marktposition." Unabhängige Musikunternehmen stellten 30 Prozent des Musikmarkts dar, worauf Youtube-Nutzer sicher nicht verzichten wollten.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, bekommen die Musiklabels bei Dailymotion, Myvideo oder Clipfish zwar nicht die Reichweite Youtubes, aber dort würden für 1.000 Views nicht nur 1,50 Euro, sondern möglicherweise fünf oder sechs Euro gezahlt.

Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung fordert Youtube in dem Schreiben vom Mai die Labels auf, eine neue Lizenzvereinbarung für "Tonaufnahmen und audiovisuelle Inhalte" zu unterschreiben. In dem Brief heißt es, die Vereinbarung enthalte notwendige Rechte, damit Youtube "neue und bessere Wege" bereitstellen könne, um Inhalte zu verbreiten. Sollten die Labels ihre Zustimmung verweigern, werde Google binnen 60 Tagen die Zusammenarbeit beenden.

Seit April 2009 verhandelt die Gema mit Youtube über einen neuen Lizenzvertrag für Musiknutzung in Deutschland. Die Gema verlangt laut einem Bericht von der Google-Tochter 0,375 Cent pro Videoaufruf. "Wir wollen der Gema einen Umsatzanteil zahlen. Was wir aber nicht machen können, ist pro View eines Videos zahlen, weil das nicht unserem Geschäftsmodell entspricht und wir nicht pro View eines Videos Geld verdienen", sagte Youtube-Sprecherin Mounira Latrache Golem.de vor einem Jahr.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 164,90€ + Versand

andro1104 05. Jun 2014

Es stimmt, dass Indielabels wohl nicht die Möglichkeit haben eine eigene Platform zu...

Dwalinn 05. Jun 2014

Google zerschlagen? Das erinnert mich an die South Park Folge mit Walmart... am ende gibt...

der_wahre_hannes 04. Jun 2014

Sagt wer? Natürlich darfst du über Preise verhandeln.

bofhl 04. Jun 2014

Inzwischen gibt es zig andere -und oft besser! - Angebote! Blöderweise sind eben viele...

violator 04. Jun 2014

Wie etwas groß geworden ist interessiert nicht, wichtig ist nur wie und warum etwas...


Folgen Sie uns
       


Windows 10 on Snapdragon - Test

Wir schauen uns Windows 10 on ARM auf zwei Snapdragon-Notebooks an.

Windows 10 on Snapdragon - Test Video aufrufen
Gesetzesvorschlag: Regierung fordert Duldung privater Ladesäulen
Gesetzesvorschlag
Regierung fordert Duldung privater Ladesäulen

Die Bundesregierung hat ihren Entwurf zur Förderung privater Ladestationen für Elektroautos vorgelegt. Sowohl Mieter als auch Eigentümer erhalten damit einen gesetzlichen Anspruch. Aber es kann sehr teuer werden.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Sono Motors Elektroauto Sion für 16.000 Euro schon 7.000 Mal reserviert
  2. Elektromobilität iEV X ist ein Ausziehelektroauto
  3. Elektroautos Bundesrechnungshof hält Kaufprämie für unwirksam

IMHO: Heilloses Durcheinander bei Netflix und Amazon Prime
IMHO
Heilloses Durcheinander bei Netflix und Amazon Prime

Es könnte alles so schön sein abseits vom klassischen Fernsehen. Netflix und Amazon Prime bieten modernes Encoding, 4K-Auflösung, HDR-Farben und -Lichter, flüssige Kamerafahrten wie im Kino - leider nur in der Theorie, denn sie bringen es nicht zum Kunden.
Ein IMHO von Michael Wieczorek

  1. IMHO Ein Lob für Twitter und Github
  2. Linux Mit Ignoranz gegen die GPL
  3. Sicherheit Tag der unsinnigen Passwort-Ratschläge

The Cycle angespielt: Wenn Freunde sich in den Rücken fallen
The Cycle angespielt
Wenn Freunde sich in den Rücken fallen

Unter 20 Leuten findet sich immer ein Verbündeter - und der ist bei The Cycle des Berliner Studios Yager wichtig, denn wir haben nur 20 Minuten, um Aufträge zu erfüllen und von einem Planeten zu fliehen. In der Closed Alpha klappte das nämlich nicht immer so, wie von uns beabsichtigt.
Ein Hands on von Marc Sauter

  1. Contracts Sniper Ghost Warrior 4 ohne offene Welt
  2. Human Head Studios Wikingerspiel Rune kommt in den Early Access
  3. Games Deutsche Spielentwickler verlieren weiter Marktanteile

    •  /