Streaming vorbei: 24 illegale IPTV-Portale vom Netz genommen
Die niederländische Anti-Piraterie-Organisation Brein hat nach eigenen Angaben kürzlich die Abschaltung von 24 illegalen IPTV-Portalen erwirkt. Neun dieser Portale hatten laut Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) mutmaßlich gefälschte Registrierungsdaten für die jeweiligen Domains hinterlegt. Die verbleibenden 15 Portale wurden über ihren jeweiligen Hostinganbieter vom Netz genommen.
Die Portale mit den verdächtigen Registrierungsdaten konnten den Angaben zufolge über den niederländischen Domainverwalter SIDN (Stichting Internet Domeinregistratie Nederland) gesperrt werden. Bei SIDN kann bei Verdacht auf falsche Angaben ein Prüfverfahren eingeleitet werden, woraufhin der jeweilige Registrant innerhalb von drei Tagen korrekte Daten vorlegen muss.
Dieser Aufforderung kamen die Betreiber der neun IPTV-Webseiten offenkundig nicht nach, so dass die zugehörigen Domains nach Ablauf der Frist gesperrt wurden. Das scheint bei der Brein eine gängige Vorgehensweise zu sein, da Anbieter illegaler IPTV-Abonnements laut Mitteilung oft versuchen, bei der Domain-Registrierung durch Angabe falscher Daten anonym zu bleiben.
Systematische Suche nach illegalen Diensten
Die Brein identifiziert potenziell urheberrechtsverletzende Dienste neben Hinweisen externer Beobachter heutzutage zunehmend durch automatisierte Scans. Die Organisation durchsuche "systematisch das Internet und die Hosting-Landschaft nach rechtswidrigen Inhalten, die von IPTV bis hin zum illegalen Angebot von E-Books, Musik und Spielen usw. reichen" , heißt es in der Mitteilung.
Die Folge seien häufig sogenannte "Batch-Aktionen" , bei denen gleich mehrere dieser Dienste gleichzeitig vom Netz genommen würden. Auch ein Betrieb im Ausland sei dabei oft kein Hindernis. "Brein kann dann den Hostinganbieter auffordern, den illegalen Dienst einzustellen" , betonte die Organisation. Dank des europäischen Digital Services Act sei dies auch bei ausländischen Hostern möglich.
Sofern ein Dienst auf einen unkooperativen Bulletproof-Hoster zurückgreife, sei zudem immer noch eine Sperrung über die jeweiligen Internetprovider möglich. "Es ist manchmal ein Whack-a-Mole-Spiel, aber das konsequente Bekämpfen illegaler Angebote trägt durchaus Früchte" , erklärte Brein-Direktor Bastiaan van Ramshorst. Zu den Namen, Domains und Nutzerzahlen der 24 gesperrten IPTV-Dienste machte die Brein keine näheren Angaben.
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