Persönliche Haftung wegen fehlender Kontrollen

Doch das Landgericht Hamburg habe "auch den Geschäftsführer persönlich als Täter zur Unterlassung" verurteilt, teilte Rasch Rechtsanwälte mit. Auch Appwork hafte als Täter. Zwar liege eine Open-Source-Entwicklung vor, deren Produkt habe Appwork sich aber zu eigen gemacht. Hierfür spreche, dass der Hersteller finanziell durch Werbung von der Verbreitung der Software profitiere. Im Informationsfenster der Software sei ein Vermerk zugunsten des Unternehmens angebracht. Hierin liege eine "Berühmung zu ausschließlichen Nutzungsrechten an der Software".

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Der Geschäftsführer hafte für die Rechtsverletzungen nach Paragraf 95a des Urheberrechtsgesetzes als Täter. Er hatte zwar im Verfahren eidesstattlich versichert, die Integration der Funktionalität nicht veranlasst und von ihr nichts gewusst zu haben. Das Gericht ließ dies jedoch nicht gelten.

Der Geschäftsführer hätte Vorkehrungen schaffen müssen, durch die verhindert werde, dass die Software mit einer rechtswidrigen Funktionalität angeboten werde. Dies könnte durch Kontrollen vor der Freigabe erfolgen.

Die Anwälte berichten weiter, in der mündlichen Verhandlung habe das Gericht erklärt, es könne nicht angehen, dass Appwork ein Produkt wie den JDownloader2 kommerziell verwerte, sämtliche Fragen der Haftung aber auf die unbekannte Entwickler-Community abschiebe.

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 Streaming-Video: Gericht macht Geschäftsführer für JDownloader2 haftbar
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henningbaer 08. Dez 2013

Ich schließe mich dem Vorredner an, wow, ein Beispiel? Unglaublich :D Natürlich ist es...

alexbohl 06. Dez 2013

Gibt doch etliche Programme, die Video-Material direkt vom Bildschirm bzw. aus dem...

Moe479 06. Dez 2013

sie hat halt 'qualitäten' abseits der useabilty und des lastverhaltens ... aber dafür...

der_wahre_hannes 06. Dez 2013

Und ich glaube, du verstehst die ganze Angelegenheit hier nicht. Es geht nicht darum...

NixName 06. Dez 2013

Oder CHIP.de ?! Da die Verbreitung solcher Kopierschutz-Umgeher seit Angies-DVD-Neuland...



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