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Streaming-Verträge: Youtube sieht Sperrungen nicht als Bedrohung für Indie-Label

Youtube erklärt, sich mit den meisten unabhängigen und Major-Labels bereits geeinigt zu haben. Niemand werde bedroht.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Achim Sawall
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Bild: Andrew Kelly/Reuters

Youtube verweist in der Auseinandersetzung mit Indie-Labels, die neue Verträge für Streaming unterzeichnen sollen oder auf der Plattform gesperrt werden, auf seine globale Reichweite. Youtube-Sprecherin Mounira Latrache sagte Golem.de: "Youtube bietet Künstlern eine globale Plattform, um sich mit Fans zu verbinden sowie um Einnahmen für ihre Musik zu generieren und zahlt jedes Jahr Hunderte Millionen Dollar an die Musikindustrie aus. Wir haben erfolgreiche Arrangements mit Hunderten unabhängigen und Major-Labels auf der ganzen Welt - laufende Verhandlungen werden wir nicht kommentieren."

Im Jahr 2013 hätten Nutzer insgesamt mehrere Hundert Milliarden Mal Musikinhalte auf Youtube angesehen. Das entspreche Abrufen von mehr als 50 Musikvideos für jeden einzelnen Menschen auf der Erde.

Nach den Angaben der Musiker sind die Bedingungen der neuen Youtube-Verträge für Streaming jedoch "äußerst ungünstig und nicht verhandelbar" . Die Vergütung liege unter den Preisen, die andere Streamingdienste wie beispielsweise Spotify zahlen. Wenn die Labels und Künstler ihre Zustimmung verweigern, werde Google binnen 60 Tagen die Zusammenarbeit beenden. Die Verbände der Indie-Labels haben die EU-Kommission um Hilfe gebeten. Unter Führung von IMPALA, einem europäischen Independent-Verband, werde die Beschwerde bei der EU eingereicht .

Aus unternehmensnahen Kreisen hat Golem.de erfahren, das Youtube dieses Ultimatum nicht als Bedrohung bewertet. Youtube wolle klare Verhältnisse schaffen und Inhalte online haben, die auch lizensiert seien. Bis zu 90 Prozent des weltweiten Marktes seien von Youtube bereits lizensiert worden.

Nachtrag vom 25. Juni 2014, 11:56 Uhr

Digital Music News hat den gesamten Vertrag veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) , den Youtube den Indie-Labels vorlegt.


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