Streaming: Twitch will Sperren besser erklären

Gesperrt - aber warum? Bislang erklärt Twitch das nur schlecht. Künftig erhalten Streamer möglicherweise ein Video ihres Fehlverhaltens.

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Logo von Twitch
Logo von Twitch (Bild: Lionel Bonaventure/AFP via Getty Images)

Bei Twitch sollen Streamer bei Sperren künftig eine wesentlich besser Erklärung erhalten, aus welchem Grund sie vorübergehend oder sogar dauerhaft keine Inhalte mehr übertragen können. Das hat die für Sicherheit und Vertrauen zuständige Managerin Angela Hession im Gespräch mit der Washington Post gesagt.

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Derzeit erhalten gesperrte Streamer zwar die Angabe, gegen welche Regel sie verstoßen haben sollen. In vielen Fällen kann man damit aber wenig anfangen - etwa, wenn in einer stundenlangen Übertragung mehrmals Kraftausdrücke gefallen sind und unklar ist, welche davon konkret als Problem gesehen wurden.

Twitch arbeitet nach Angaben von Hession daran, die Streamer nach einer Sperre mit einer ausführlicheren Mail zu informieren und dabei möglicherweise einen Videoausschnitt mit den als kritisch angesehenen Szenen mitzuschicken.

Den Streamern stehe es dann frei, dies mit ihrer Community über andere Kanäle zu teilen - oder eben nicht. In der Vergangenheit hatte es nach Sperren von bekannten Influencern wegen der mangelnden Informationen immer wieder Mutmaßungen über die Gründe gegeben, die aber oft nicht aufgelöst werden konnten.

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Das hat nicht nur den Streamern geschadet und die Community gestört, sondern regelmäßig dazu geführt, dass Twitch beschuldigt wurde, zu hart vorgegangen zu sein. Mit dem neuen System könnten viele solcher Fälle vermieden werden.

Nach Angaben von Hession soll es sich bei dem neuen System um eine der am meisten von der Community gewünschten Funktionen handeln. Noch werde das Ganze intern getestet und diskutiert.

Portal für Widerspruch bewährt

Die Tatsache, dass Angela Hession öffentlich darüber spricht, dürfte aber ein Hinweis sein, dass relativ fest mit der Einführung zu rechnen ist.

Die Managerin sagte in dem Gespräch mit der Zeitung auch, dass sich ein kürzlich veröffentlichtes Portal für Widerspruch bei Sperren bewährt habe.

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