Streaming: T-Mobile will Daten von Netflix nicht mehr berechnen

T-Mobile will seinen Nutzern Streaming bieten, ohne das Datenvolumen zu berechnen. Das gab John Legere, der Chef von T-Mobile USA, auf dem Uncarrier X Event in Los Angeles bekannt.(öffnet im neuen Fenster) Kunden können unter 24 Streamingdiensten wählen, darunter Netflix, HBO Now, HBO Go, Watch ESPN, Fox Sports und Hulu. Dienste wie Youtube, Facebook oder Snapchat sind bislang ausgenommen.
"Videostreams sind kostenfrei" , sagte Legere. "Binge on. Sehen Sie Ihre Filme und hören Sie auf, dabei auf Ihre Daten zu schauen." Das T-Mobile-Angebot gilt für alle Kunden, die für mindestens 3 GByte pro Monat zahlen.
T-Mobile reduziert jedoch die HD-Auflösung der Videodaten, was der Mobilfunkbetreiber "DVD Qualität (480p+)" nennt. Genauere Angaben zur Auflösung macht der drittgrößte Mobilfunkbetreiber der USA nicht. "Ja natürlich" , erklärte Legere auf die Frage, ob es auch Pornografie-Streaming-Anbietern möglich sei, an dem Programm teilzunehmen.
Zahlen müssten die Streaminganbieter für die Durchleitung ihrer Daten nicht. Sie müssten nur eine Signatur angeben, damit T-Mobile den Content identifizieren kann, so der Firmenchef.
Binge On und das neue Simple Choice sind ab dem kommenden Sonntag verfügbar. Für bestehende Kunden wird es ab dem 19. November 2015 freigeschaltet.
Binge On: kein Modell für Deutschland
Bill Holmes, Global Head Business Development, lobte die Entscheidung "als einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung, um gemeinsam Drosselung zu beenden."
Auf die Frage von Golem.de, ob so ein Angebot auch in Deutschland geplant sei, sagte Telekom-Sprecher Dirk Wende: "T-Mobile US agiert in einem Markt, der nicht mit dem deutschen zu vergleichen ist. Entsprechend unterscheiden sich die Angebote der einzelnen Landesgesellschaften."



