• IT-Karriere:
  • Services:

Streaming: Spotify will Taylor Swift 6 Millionen US-Dollar zahlen

Drei Mythen rund um legales Musikstreaming will Spotify-Chef Daniel Ek widerlegen. Er nennt in einer ausführlichen Analyse Zahlen zum Vergütungsmodell, von dem Sängerin Taylor Swift nicht mehr profitieren will. Auch, was ein einzelner Stream dem Künstler finanziell bringt, berichtet der CEO.

Artikel veröffentlicht am ,
Taylor Swift bei einem Auftritt auf der CES 2010
Taylor Swift bei einem Auftritt auf der CES 2010 (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Zur andauernden Kontroverse um legales Musikstreaming hat Spotify-Chef Daniel Ek in einem langen und mit vielen Zahlen unterfütterten Blogeintrag Stellung bezogen. Er nennt als Grund für seine Äußerungen gleich zu Beginn den Vorfall, dass die Sängerin Taylor Swift sich kürzlich nach dem Erscheinen ihres neuen Albums komplett aus Spotify zurückgezogen hatte.

Inhalt:
  1. Streaming: Spotify will Taylor Swift 6 Millionen US-Dollar zahlen
  2. Weniger als ein Cent pro Stream

Dafür, so Daniel Ek, seien drei Mythen verantwortlich, deren ständige Wiederholung durch die klassische Musikindustrie ihn regelrecht "ärgert". Der erste: Wenn Musik gratis angeboten werde, würden auch die Künstler nicht bezahlt. Das sei aber gerade bei Spotify nicht richtig, denn das Unternehmen bezahle auch Streams, die in seinem Gratis-Angebot abgespielt werden. Insgesamt habe Spotify seit seiner Gründung im Jahr 2008 über zwei Milliarden US-Dollar an Lizenzgebühren an die Musikbranche gezahlt.

Erfolgreiche Streams bringen mehr als Radio

Eine davon will das Unternehmen allein im letzten Jahr ausgeschüttet haben, was wohl - Ek erwähnt das nicht - am rasanten Wachstum des Dienstes liegt. Spotify kooperiert inzwischen nicht mehr nur mit Herstellern von mobilen Geräten, sondern auch mit Providern wie der Telekom.

Zudem ist der Dienst auf immer mehr Geräten der Unterhaltungselektronik vorinstalliert. Auch bei Gratis-Streams verdient Spotify, weil diese wie beim Radio mit Werbung versehen werden. Von den 50 Millionen Nutzern, so schreibt Daniel Ek, bezahlten inzwischen 12,5 Millionen den Premium-Dienst mit je 120 US-Dollar pro Jahr. Dass 80 Prozent der Nutzer zuerst das freie Angebot genutzt hätten, sieht er als Beleg für die Kombination aus gratis und kostenpflichtig.

Stellenmarkt
  1. Bayerisches Rotes Kreuz K.d.ö.R. Landesgeschäftsstelle, München
  2. Schwarz Dienstleistung KG, Raum Neckarsulm

Als zweiten Mythos bezeichnet er die auch von Taylor Swift in einem früheren Gastbeitrag für das Wall Street Journal gemachte Äußerung, dass die Vergütung durch legales Streaming so gering sei, dass Musiker davon nicht leben könnten. Ein Platin-Seller wie Swift, die laut Ek pro Jahr mit Spotify rund 6 Millionen US-Dollar verdienen könne, ist dabei natürlich die Ausnahme. Wenn aber ein einzelner Song nicht millionenfach, sondern nur 500.000-mal abgespielt werde, zahle Spotify dafür zwischen 3.000 und 4.000 US-Dollar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Weniger als ein Cent pro Stream 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

theFiend 13. Nov 2014

Hinsichtlich Qualität und Service ist Spotify einfach top. Die kostenlose Nutzung hat...

Caliban81 13. Nov 2014

Mogelpackung, aas ist wahrscheinlich das Hauptproblem das die Musikindustrie mit...

currock63 12. Nov 2014

Bei den Privatsendern stimmt das aber nicht. Da bekomt man fast stündlich nicht nur den...

nie (Golem.de) 12. Nov 2014

Eher nicht. Spotify hat dazu nichts veröffentlicht, aber es dürften die üblichen...

violator 12. Nov 2014

Wieso rausschmeissen? Die wollte doch selber nicht da gelistet werden.


Folgen Sie uns
       


Magenta-TV-Stick der Deutschen Telekom - Test

Der Magenta-TV-Stick befindet sich noch im Betatest, so dass einige Funktionen noch fehlen und später nachgereicht werden. Der Stick läuft mit einer angepassten Version von Android TV. Bei Magenta TV selbst sehen wir noch viel Verbesserungsbedarf.

Magenta-TV-Stick der Deutschen Telekom - Test Video aufrufen
Data Scientist: Ein Mann, der mit Daten Leben retten will
Data Scientist
Ein Mann, der mit Daten Leben retten will

Senfgelbes Linoleum im Büro und weniger Geld als in der freien Wirtschaft - egal, der Data Scientist Danilo Schmidt liebt seinen Job an der Charité. Mit Ärzten entwickelt er Lösungen für Patienten. Die größten Probleme dabei: Medizinersprech und Datenschutz.
Ein Porträt von Maja Hoock

  1. Computerlinguistik "Bordstein Sie Ihre Erwartung!"
  2. OpenAI Roboterarm löst Zauberwürfel einhändig
  3. Faceapp Russische App liegt im Trend und entfacht Datenschutzdebatte

Galaxy Z Flip im Hands-on: Endlich klappt es bei Samsung
Galaxy Z Flip im Hands-on
Endlich klappt es bei Samsung

Beim zweiten Versuch hat Samsung aus seinen Fehlern gelernt: Das Smartphone Galaxy Z Flip mit faltbarem Display ist alltagstauglicher und stabiler als der Vorgänger. Motorolas Razr kann da nicht mithalten.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Isocell Bright HM1 Samsung verwendet neuen 108-MP-Sensor im Galaxy S20 Ultra
  2. Smartphones Samsung schummelt bei Teleobjektiven des Galaxy S20 und S20+
  3. Galaxy Z Flip Samsung stellt faltbares Smartphone im Folder-Design vor

Kommunikation per Ultraschall: Nicht hörbar, nicht sichtbar, nicht sicher
Kommunikation per Ultraschall
Nicht hörbar, nicht sichtbar, nicht sicher

Nachdem Ultraschall-Beacons vor einigen Jahren einen eher schlechten Ruf erlangten, zeichnen sich mittlerweile auch einige sinnvolle Anwendungen ab. Das größte Problem der Technik bleibt aber bestehen: Sie ist einfach, ungeregelt und sehr anfällig für Missbrauch.
Eine Analyse von Mike Wobker


      •  /