Weniger als ein Cent pro Stream

Das klingt beeindruckend, belegt aber auch - was Ek nicht vorrechnet - dass die Tantiemen pro Einzelabruf sehr gering sind: nur 0,6 bis 0,8 Cent ergeben sich mit seinem Beispiel. Der Spotify-Chef vergleicht das aber mit dem einmaligen Abspielen bei einer mittelgroßen Radiostation in den USA, die ebenfalls eine halbe Million Hörer erreicht. Dafür würde der Künstler aber rein gar nichts erhalten, so Daniel Ek. Welches Vergütungsmodell er dafür zugrunde legt, gibt er nicht an. In den USA müssen Radioeinsätze - vielleicht aber erst ab einer bestimmten Anzahl - durch Verwertungsgesellschaften ebenso wie in anderen Ländern bezahlt werden. Dafür gibt es in den Vereinigten Staaten unter anderem die ASCAP und die BMI, die ähnlich wie die deutsche GEMA agieren.

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Auch sonst vergleicht Ek seinen Dienst mit werbefinanzierten Angeboten wie dem Radio und Youtube. Diese beiden Verbreitungswege seien neben Streaming die einzigen, bei denen Musiker ihre Fans gratis erreichen, und dabei auch noch etwas verdienen können. Dabei wird das Streaming aber von der Musikindustrie laut Ek immer noch bekämpft, weil die Branche annimmt, dadurch würde der Verkauf von Musik zurückgehen.

Streaming schadet Verkäufen nicht

Dies bezeichnet der Spotify-Manager als den dritten Mythos. Der vor allem seit 2013 beobachtete Rückgang von Download-Verkäufen sei nicht direkt auf Streaming zurückzuführen, sondern ein allgemeines Phänomen. Dies sei in Kanada, wo Spotify im letzten Jahr noch nicht aktiv war, genauso wie in den USA zu beobachten gewesen, meint Daniel Ek. Es gebe unter anderem mit Ed Sheeran, Lana Del Rey und Daft Punk auch Beispiele für Künstler, die Nummer-Eins-Hits gehabt hätten, während sie auf Spotify vertreten gewesen seien.

Ek spricht auch aus, was bei den Rekordzahlen für Taylor Swifts Album "1989" oft nicht genannt wird: Der Titel verkaufte sich zwar in der ersten Woche 1,2 Millionen Mal. Das, so Ek, sei aber das erste Mal, dass ein Album das seit dem Jahr 2002 geschafft habe - der große Erfolg erscheint also als Ausnahmephänomen. Insgesamt könnte die Musikindustrie auf legales Streaming nicht mehr verzichten, meint Daniel Ek. In der Mitte seines Beitrags findet sich ein Satz, der direkt an die Branche gerichtet ist, und eigentlich ein gutes Schlusswort ergeben hätte: "Gibt es nichts umsonst, wird auch nichts bezahlt, und es gibt keine zwei Milliarden US-Dollar."

Nachtrag vom 13. November 2014, 13:55 Uhr

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Swifts Plattenfirma zufolge soll Spotfiy für Streams in den USA in den vergangenen zwölf Monaten nur eine halbe Million US-Dollar bezahlt haben. Spotify bestätigt das, gibt aber an, weltweit seien es zwei Millionen gewesen. Wie sich die beiden Kontrahenten öffentlich streiten, findet sich in einer aktuellen Meldung.

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 Streaming: Spotify will Taylor Swift 6 Millionen US-Dollar zahlen
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theFiend 13. Nov 2014

Hinsichtlich Qualität und Service ist Spotify einfach top. Die kostenlose Nutzung hat...

Caliban81 13. Nov 2014

Mogelpackung, aas ist wahrscheinlich das Hauptproblem das die Musikindustrie mit...

currock63 12. Nov 2014

Bei den Privatsendern stimmt das aber nicht. Da bekomt man fast stündlich nicht nur den...

nie (Golem.de) 12. Nov 2014

Eher nicht. Spotify hat dazu nichts veröffentlicht, aber es dürften die üblichen...



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