Streaming: Spotify will für Hi-Fi-Abo mehr Geld verlangen
Noch in diesem Jahr will Spotify sein vor knapp 2,5 Jahren erstmals in Aussicht gestelltes Hi-Fi-Abo auf den Markt bringen. Das Abo soll teurer sein als ein normales Spotify-Abo. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) mit Verweis auf Personen, die mit den Strategien bei Spotify vertraut sind und anonym bleiben wollen. Das Hi-Fi-Abo wird dann eine höhere Klangqualität der Musikstücke bieten.
Golem.de fragte bei Spotify nach, das Unternehmen wollte den Bericht von Bloomberg nicht weiter kommentieren.
Anfang 2021 hatte Spotify erklärt, dass ein Abo mit der Bezeichnung Spotify Hi-Fi bis Ende 2021 auf den Markt kommen werde . Genau zwei Jahre nach dieser Ankündigung hieß es von Spotify auf Nachfrage von Golem.de lediglich, dass es keine neuen Informationen zu Spotify Hi-Fi gebe.
Die Reaktion der Konkurrenz durchkreuzte Spotifys Pläne
Mitte März 2023 teilte Spotify mit, dass das Hi-Fi-Abo weiterhin geplant sei und dieses "irgendwann" kommen werde. Spotifys Co-Präsident Gustav Söderström erklärte dazu: "Wir haben es angekündigt, aber dann hat sich die Branche aus einer Reihe von Gründen verändert." .
Viele Streamingabos änderten nach Spotifys Ankündigung ihre Abomodelle und boten seitdem einige Zeit Musik in hoher Auflösung ohne Aufpreis an. Zum Großteil erhöhten diese Anbieter mittlerweile die Abopreise . Laut Söderström muss Spotify nach der Einführung eines Hi-Fi-Abos "aus Kostensicht" funktionieren.
Im März 2023 hieß es, dass Angestellte bei Spotify bereits seit Anfang 2022 auf Spotify Hi-Fi zugreifen. Die technische Arbeit daran sei weitestgehend abgeschlossen und der komplette Musikkatalog soll in verlustfreier Qualität vorliegen. Offen ist, warum Spotify das Hi-Fi-Abo noch nicht auf den Markt brachte.
Zusammen mit Googles Youtube Music ist Spotify derzeit einer der wenigen Ausnahmen bei den großen Streamingabos, weil beide keine Musiktitel in hoher Qualität bereitstellen.
Nachtrag vom 21. Juni 2023, 10:48 Uhr
Spotify will den Bloomberg-Bericht nicht kommentieren. Wir haben die Textpassage im Artikel ergänzt.
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