Streaming: Produktchef ist mit Netflix-Oberfläche nicht zufrieden
Die Oberfläche von Netflix wird immer wieder kritisiert. Auch der Netflix-Produktchef und COO Greg Peters sieht hier viel Verbesserungspotenzial. "Wir haben die fesselndste Sammlung von Unterhaltung geschaffen, die auf Knopfdruck verfügbar ist, die es je gab" , sagte er laut einem Bericht von Deadline(öffnet im neuen Fenster) kürzlich bei einer Veranstaltung von Morgan Stanley.
"Für uns als Designer und Entwickler von Benutzererfahrungen stellt dies eine Herausforderung dar, denn unsere Aufgabe ist es, aus dieser großen Auswahl etwas zu destillieren, das es einfach, unterhaltsam und aufregend macht, das auszuwählen, was man als nächstes sehen möchte" , betonte Peters.
In den USA kritisierten unter anderem Warner sowie Viacom-CBS, dass Netflix bei Zuschauern ein Gefühl der Überforderung hervorrufe. Warner startete im vergangenen Jahr mit dem Streamingabo HBO Max unter anderem in den USA und in diesem Monat ging Paramount+ von Viacom-CBS in den USA an den Start. Beide treten damit in direkte Konkurrenz zu Anbietern wie Netflix.
Netflix ist längst nicht zufrieden
"Wir wachen jeden Tag auf und überlegen, wie wir das besser machen können. Wir sind also alles andere als zufrieden mit dem, wo wir sind" , sagte Peters. Derzeit gebe es Hunderte von Tests bei Netflix, um die Nutzung des Dienstes für den Abonnenten besser zu machen. In welche Richtung das geht, blieb offen.
Zufrieden zeigte sich Peters damit, wie gut es Netflix gelinge, Abonnenten für neue Inhalte zu begeistern. Für ihn sei es der Beleg dafür, dass die Netflix-Oberfläche effektiv sei. Das deutet aber darauf hin, dass Netflix eigene Inhalte eher bevorzugt als Lizenztitel. Serien wie Bridgerton(öffnet im neuen Fenster) oder Lupin(öffnet im neuen Fenster) hätten sehr hohe Zuschauerzahlen gehabt. Nach Angaben von Netflix haben 82 Millionen Menschen Bridgerton geschaut und Lupin kam auf 70 Millionen Zuschauer – jeweils in den ersten vier Wochen. Netflix veröffentlichte die ersten fünf Folgen der ersten Staffel von Lupin im Januar 2021, die weiteren Folgen sollen im Sommer 2021 erscheinen.
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Nach den Worten von Peters ist der Prozess für Vorschläge aus dem Netflix-Katalog zunehmend komplexer geworden, weil Netflix immer stärker auf Eigenproduktionen setzt. Dabei gibt es Titel, die quasi ein Geheimtipp bleiben. Andere Inhalte erhalten eine Art Blockbuster-Status. Netflix plant dieses Jahr jede Woche mindestens eine Filmpremiere pro Woche , damit Abonnenten dabeibleiben.
Netflix ändert die Oberfläche immer wieder
Netflix nimmt immer wieder Änderungen an der eigenen Oberfläche vor. Vor knapp einem Jahr wurde die Funktion der Top-10-Listen bei Netflix eingeführt. Zudem gibt es eine Zufallswiedergabe für all jene, die sich nicht damit befassen wollen, ihr Fernsehprogramm selbst zu bestimmen.
Nach Angaben von Peters arbeitet Netflix derzeit an neuen Werkzeugen für eine sogenannte Mehrgenerationenansicht. Damit soll erreicht werden, dass drei Generationen Netflix nutzen können und jeder Generation die für sie passenden Inhalte vorgeschlagen werden.
Netflix hat einige Eigenheiten , die es bei der Konkurrenz nicht gibt. So wird die Netflix-Watchlist ständig umsortiert und Filme sowie Serien erhalten immer wieder andere Coverbilder. Damit wird ein Zurechtfinden im Katalog von Netflix erschwert.
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