Streaming: O2 will trotz Drosselung Watchever anbieten

Der Streaming-Anbieter Watchever hat eine Kooperation mit O2 Deutschland abgeschlossen. Das gab Watchever am 3. März 2015 bekannt. Wie die Agentur von Watchever Golem.de auf Anfrage erklärte, wird der Datenverbrauch, "soweit die Datennutzung im Mobilfunknetz anfällt, auf das tariflich vorgesehene Datenvolumen angerechnet" .
Der Basistarif O2 Loop bietet maximal 30 MByte täglich bei einer Geschwindigkeit von maximal 7,2 MBit/s. Danach erfolgt eine Drosselung auf 32 KBit/s. Der Smart-S-Tarif kostet 6,99 Euro. Die Surf-Flatrate ist auf 50 MByte im Monat beschränkt, danach erfolgt die Drosselung. Der Smart-M-Tarif für 9,99 Euro bietet eine auf 250 MByte begrenzte Surf-Flatrate. Im Smart-L-Tarif für 14,99 Euro ist die Flatrate auf 500 MByte begrenzt und bietet Geschwindigkeiten von bis zu 21,1 MBit/s.
Beim Smart-XL-Tarif gibt es eine 1-GByte-Flatrate für 19,99 Euro mit maximal 21,1 MBit/s. Beim All-In-Paket für 29,99 Euro kann der Nutzer bis zu einem Volumen von 500 MByte mit bis zu 7,2 MBit/s surfen.
Nach verschiedenen Vorankündigungen wird die Drosselung des O2-DSL-Angebots seit Februar 2015 umgesetzt. Sie wird von dem spanischen Konzern beschönigend Fair-Use-Mechanik genannt. Nutzt ein Kunde drei Monate in Folge mehr als das Datenvolumen, das je nach Tarif mit 300 GByte oder 500 GByte festgelegt ist, wird auf 2 MBit/s gedrosselt.
Watchever erklärt(öffnet im neuen Fenster) : "Voraussetzung ist immer ein Internetanschluss mit einer Bandbreite von mindestens 3 MBit/s für 'normale Qualität' und mindestens 6 MBit/s für Filme & Serien in HD-Qualität."
Hauptkonkurrent ist Netflix
Der Mobilfunkbetreiber wird das Watchever-Monatsabonnement ab dem 10. März 2015 für 3,99 Euro anbieten. Beim Abschluss eines Mobilfunkvertrages können O2-Kunden den Service ab sofort für 8,99 Euro pro Monat testen. Sie erhalten einen kostenfreien Testmonat und können monatlich kündigen.
Wer sich auf 24 Monate festlegt, zahlt 3,99 Euro monatlich. Bezahlt wird über die Mobilfunkabrechnung. Watchever, das Video-on-Demand-Angebot des französischen Medienkonzerns Vivendi, und Netflix sind die beiden echten Flatrate-Anbieter beim legalen Streaming in Deutschland. Alle anderen vermischen Aboinhalte mit Kauf- und Leihangeboten.



