Streaming: Netflix wächst stärker im Ausland als in den USA
Das Videostreamportal Netflix hat in den USA ein enttäuschendes Nutzerwachstum gezeigt. Wie Netflix am 14. Oktober 2015 nach Handelsschluss an der New Yorker Börse bekanntgab (PDF)(öffnet im neuen Fenster) , wuchs das Unternehmen aber im Ausland schneller als erwartet. Insgesamt verzeichnete der Streaminganbieter einen Zuwachs auf 3,62 Millionen Abonnenten. Im Juli 2015 hatte Netflix nur 3,55 Millionen prognostiziert.
Der Gewinn von Netflix fiel auf 29,4 Millionen US-Dollar (7 Cent pro Aktie) nach 59,3 Millionen US-Dollar (14 Cent pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz wuchs von 1,41 Milliarden US-Dollar auf 1,74 Milliarden US-Dollar.
Im Juli 2015 hatte Netflix einen Gewinn von 7 Cent pro Aktie und einen Umsatz von 1,59 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Analysten hatten 8 Cent pro Wertpapier aus einem Umsatz von 1,75 Milliarden US-Dollar erwartet.
Viel Geld für eigene Produktionen
Netflix hat viel in eigene Produktionen investiert, um sich von anderen Streamingdiensten abzuheben – darunter Narcos, eine zehn Episoden umfassende Serie über den kolumbianischen Drogenboss Pablo Escobar, und der Feature-Film Beasts of No Nation. Sehr erfolgreich war die Comicverfilmung von Daredevil, von der gerade die zweite Staffel angekündigt wurde.
Netflix erhöhte deswegen den Preis für sein populärstes Abomodell auch in den USA. In Europa einschließlich Deutschland hatte der Streaminganbieter den Preis schon im vergangenen August um einen Euro auf 9,99 Euro angehoben. In den USA kostet das Abo für HD-Streaming parallel auf zwei Endgeräten für Neukunden nun 9,99 US-Dollar statt 8,99 US-Dollar. Netflix begründete wie zuvor in Europa die Preiserhöhung damit, dass der Dienst mehr hochwertige Inhalte anbieten wolle, und eine Preiserhöhung daher unausweichlich sei.
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