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Streaming: Netflix verhandelt mit Filmstudios wegen Werbeabo

Bevor Netflix ein werbefinanziertes Abo auf den Markt bringen kann, müssen viele Verträge neu ausgehandelt werden.
/ Ingo Pakalski
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Netflix bereitet alles für eine werbefinanzierte Version von Netflix vor. (Bild: Denis Balibouse/Reuters)
Netflix bereitet alles für eine werbefinanzierte Version von Netflix vor. Bild: Denis Balibouse/Reuters

Mit verschiedenen Filmstudios verhandelt Netflix derzeit über die Konditionen bei der Einführung eines werbefinanzierten Abos, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster). Die Zeitung beruft sich auf Personen, die mit dieser Angelegenheit betraut sind. Demnach gibt es derzeit Verhandlungen mit Warner Bros, Universal, Sony Pictures Television sowie Paramount.

Ziel der neuen Vereinbarungen ist es, Netflix die Einführung eines werbefinanzierten Abos zu ermöglichen. Reuters wollte sich das von Netflix bestätigen lassen. Das Unternehmen verwies darauf, dass sich das Unternehmen noch in einer "frühen Phase der Entscheidungsfindung" befinde. Derzeit seien Details dazu nur "Spekulation". Reuters fragte auch bei Warner Bros, Universal und Sony nach, erhielt aber keine Antwort.

Zur Entscheidungsfindung zählt dabei, dass mit den Inhalteanbietern verhandelt wird und die Konditionen für ein werbefinanziertes Abo festgelegt werden. Ende Juni 2022 bestätigte Co-CEO Ted Sarandos, dass derzeit Verhandlungen mit Werbepartnern geführt würden, um eine werbefinanzierte Version von Netflix auf den Markt bringen zu können.

Netflix-Abo wird weniger kosten

Das werbefinanzierte Abo von Netflix soll preiswerter sein und Kunden müssen sich dann damit abfinden, Werbung zu erhalten. Bisher gibt es noch keine Details dazu, wie viel eine werbefinanzierte Version von Netflix kosten wird. Netflix hat interne Pläne, das Abo noch in diesem Jahr auf den Markt zu bringen.

Lange Zeit hatte sich Netflix dagegen gewehrt. Im April 2022 gab das Unternehmen diese Ablehnung auf und Netflix-Chef Reed Hastings räumte erstmals ein, dass eine werbefinanzierte Version von Netflix kommen könnte.

Werbefinanzierte Version von Disney+

Anders als in Deutschland sind werbefinanzierte Streamingabos in den USA durchaus üblich. Diese kosten weniger als die werbefreien Abos. Von HBO Max, Hulu, Peacock oder Paramount+ gibt es Abovarianten mit Werbeschaltungen. Mitunter haben diese Einschränkungen bei der Katalogauswahl oder bei den technischen Möglichkeiten. Bisher machte Netflix noch keine Angaben dazu, wie sich eine werbefinanzierte Netflix-Variante vom normalen Abo unterscheiden wird.

Disney+ ist einer der größten Konkurrenten von Netflix und geht einen ähnlichen Weg. Disney verkündete Anfang März 2022, ein werbefinanziertes Abo von Disney+ anbieten zu wollen. Das soll bis Ende 2022 in den USA starten. In weiteren Ländern soll es Disney+ mit Werbeschaltung im Jahr 2023 geben.

In den USA wird die Werbevariante von Disney+ etwa vier Minuten Werbung pro Stunde zeigen. Dafür wird es das Abo wohl zu einem geringeren Preis geben. In den Kinderprofilen von Disney+ wird es generell keine Werbung geben, kündigte Disney an.


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